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    Millionen Deutsche frönen dem Cannabisgenuss, wohl wissend, dass ihr Tun gesellschaftlich geächtet ist. Dieses Stigma verlangt den Hänflingen so einige Verrenkungen ab, insbesondere wenn sie stolze Besitzer von Kindern sind, die Augen im Kopf haben und eine Nase im Gesicht tragen.



    „Das ist aber eine komische Zigarette!“ Spätestens dieser Satz aus Kindermund bringt jeden Hänfling in Erklärungsnot. In den meisten Fällen begnügt sich der ertappte Hanfsünder mit einer Notlüge, die er in die Köpfe der Bambini pflanzt, um sein illegales Laster zu vertuschen. Dabei übersieht der Schwindler nur, dass Kinder, die Fragen stellen, längst nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben und sich schon selbst in der hohen Kunst der Unredlichkeit üben. Doch was soll der arme kiffende Vater anderes machen, wenn ihn die wissbegierigen Stammhalter ausforschen? Kann die Mutti ihren Kindern gestehen, dass der Glimmstängel in Wirklichkeit ein Joint ist, der dazu dient, sich „die Rübe zuzudröhnen“?



    Die Antwort auf diese Fragen ist ein klares Ja, schließlich geht es um das Wohl des Kindes. Denn einzig die Wahrheit ist im Sinne des Jugendschutzes! Wer Kinder mit Lug und Trug abspeist, der säugt die bigotte Erwachsenenbrut von morgen – also jene armen Teufel, deren Seelen durch diffuse Ängste, Verlogenheit und Dummheit vergiftet sind. Je früher der Nachwuchs erfährt, dass Lügen kurze Beine haben, die einen das ganze Leben auf Schritt und Tritt verfolgen, desto leichter bilden sich die Tugenden heraus, die später einen rechtschaffenen und offenen Menschen auszeichnen. Das Erziehungsziel muss sein, einen klaren Verstand heranzubilden, der den Kitzel des Abenteuers erfahren will, ohne jedoch die Suche danach zur Sucht werden zu lassen. Alles andere ist ein Irrweg. Kiffende Eltern, die ihren Kindern die kleine Schwäche verheimlichen, lügen doppelt, indem sie nicht nur sich selbst verleugnen, sondern überdies auch die elende Hanflüge bedienen. Entsprechend hoch ist dann auch der Schaden, wenn Misstrauen und Angst in der Familie umsichgreifen und kaum noch Worte am Mittagstisch gewechselt werden, weil sie sowieso nur gelogen sind.



    Dass sich Kiffer gegenüber ihren Kindern outen sollten, widerspricht natürlich dem Jugendschutz, dessen hehrer Anspruch darin besteht, Cannabis grundsätzlich jede verkehrfähig abzusprechen, so dass sich der Genuss des orientalischen Krauts von selbst verbietet. Dieser Anspruch ist natürlich wieder so eine Lüge, denn in Wahrheit ist der Jugendschutz nur die Rechtfertigung für das generelle Hanfverbot.



    Diese Infamie ist es dann auch, die unsere Kinder dumm hält und schließlich zu Dummheiten verführt. Das Leben will nun mal erlernt werden, und dazu zählt auch der Umgang mit Risiken und Gefahren. Nicht die unselige Kampagne „KEINE MACHT DEN DROGEN“ fördert die nötige Charakterbildung unserer Jüngsten und schon gar nicht die Heimlichtuerei der kiffenden Mamas und Papas, Omas und Opas. Ein offener Umgang mit Cannabis auch vor den Augen der Kinder ist daher nur ein selbstverständlicher Bestandteil unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens.



    Und Hand aufs Herz! Wer von uns Erwachsenen war so artig und hat bis zum Erreichen der Volljährigkeit gewartet? Kein Jugendlicher zählt über Jahre die vielen langen Tage, bis er sich endlich Pornos, Schnaps und Joints reinziehen darf. Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Jugendliche sind wahre Künstler im Übertreten von Verboten. Auch wenn Mutti und Vati noch so warnen, spätestens beim Einschalten des Mobilfunktelefons tauchen unsere Kinder ab – in eine Welt voller Schlechtigkeiten und Boshaftigkeiten, die heimlich nachgespielt werden will.



    Warum also sollen sich gerade kiffende Eltern vor ihren Kindern verstecken und sich zu Moralaposteln aufschwingen, um eines Tages als Lügner für eine Sache dazustehen, die es gar nicht wert war? Wenn Pleite-Manager und Steuerhinterzieher ihre Kinder zu ihresgleichen deformieren, dann darf das auch der Cannabisliebhaber! Alles andere ist Doppelmoral. Verbrecher sind mehr denn je salonfähig und folglich die wahren Helden unserer Eleven.



    Und so stellt sich abermals die Frage: Wie sage ich es meinem Kinde, dass ich abends verbotenerweise im Garten sitze und mir die Ruhe des ausklingenden Tages mit einer Tüte versüße?



    Im Gegensatz zum Alkoholkonsumenten, der sich ungeniert sogar bis ins Koma saufen darf, um sich dann von seinen Töchtern mit der Schubkarre aus der Kneipe abholen zu lassen, schwebt über dem Kiffer die Keule der strafrechtlichen Repression, die aus einem vor Kinderaugen gerauchten Joint schnell einen Fall für Gerichte und Jugendämter macht. Während Sportidole unseren Kindern in den Werbepausen der Sportschau die Lust aufs Biertrinken eintrichtern, müssen sich die Hanffreunde bedeckt halten. Doch genau an diesem Punkt findet sich der Ansatz für eine bedachte Kindererziehung in einer Familie, die neben Schnittlauch und Petersilie auch eine Hanfpflanze im Kräutergarten umsorgt.



    Und damit ist nicht jene Sorte Eltern gemeint, die ihren Filius zum Schnapsholen schickt oder sich vom Töchterchen die Bong anrauchen lässt, sondern die, die wissen, dass Kinder sich selbst Droge genug sind und sich vornehmlich im Spielrausch verlieren. Die Neugier der Kleinen wird erst geweckt, wenn Erwachsene ein Versteckspiel aus ihrem kleinen Laster machen. Keinem kiffenden Elternteil wird es jemals gelingen, seinen Sprössling bis zum 18. Geburtstag zu täuschen, zumal Erwachsene grundsätzlich die Wahrnehmungsfähigkeit von Kindern unterschätzen.



    Wenn also der Moment gekommen ist, an dem das Töchterchen zur Mutti flitzt und petzt, dass der Papi mit dem Onkel auf dem Balkon eine Stinkezigarette raucht, hilft keine Lüge, sondern nur wahrheitsgemäße Aufklärung über das Ritual, das das Kind als seltsam und geheimnisvoll wahrnimmt. Die Angst kiffender Eltern, dass die kleinen Racker das Familiengeheimnis ausplaudern, ist zu vernachlässigen, solange sie nicht mit Polizistenkindern spielen. Wer seinen Nachkommen überdies ein liebevoller Mensch ist und sie nicht wie Idioten behandelt, wird schnell verlässliche Partner haben, die selbst unter Folter dichthalten.



    Bleibt die Frage, inwieweit kiffende Eltern ihre Kinder darauf konditionieren, später selbst Cannabis zu konsumieren. Ein Blick nach Colorado zeigt, dass Haschgift ohne den Reiz des Verbotenen bei den Jugendlichen an Attraktivität verliert. Offen kiffende Mütter und Väter regen nicht mehr zur Nachahmung an als Eltern, die zum Abendbrot eine Flasche Bier öffnen oder beim Tatortgucken Tabak inhalieren. Und selbst wenn Eltern ihre Kinder an den Konsum von Cannabis gewöhnen, bedeutet das noch lange nicht, dass das per se etwas Schlechtes ist. Schließlich ist der Hanf ein universelles Heilkraut für alle Lebewesen – egal welchen Alters.



    Zuletzt ist es die Entscheidung der Heranwachsenden, wie sie mit Cannabis umgehen, und die meisten bevorzugen den kontrollierten Konsum – wie Millionen Erwachsene auch. Gefördert wird dieser Entschluss durch die vielen abschreckenden Beispiele, die hemmungsloser Drogenkonsum produziert. Eltern, die sich hin und wieder oder auch öfter mit welchem Stoff auch immer zudröhnen, sollten sich daher als Vormund stets der hohen Verantwortung bewusst sein, denn nur sie sind es, die bis zur Pubertät die erste und letzte Instanz sind, was den Erziehungsprozess betrifft. Der Vater, der seinem Kind als Abendgruß eine Alkoholfahne ins Gesicht haucht oder mit dem Joint am Frühstückstisch erscheint, muss sich stets vor Augen führen, dass sein egoistisches Verhalten maßgeblichen Einfluss auf das Wohl des kleinen Menschen hat. Kinder können nicht wie der Lebenspartner einfach die Koffer packen und das Weite suchen, wenn es ihnen mit den Rauschexzessen zu bunt wird. Oft ist es nur die reine Affenliebe der Kinder, die diese Tortur ertragen lässt.



    Die goldene Regel für alle Eltern ist, stets bei der Wahrheit zu bleiben und sich in Gegenwart der Kinder drogentechnisch zu mäßigen. Kinder suchen keine unberechenbaren Zombieeltern, sondern Geborgenheit und Liebe – und davon kann es nicht genug geben. Wer das beherzt, wird auch die konfliktreiche Zeit der Pubertät meistern und den Nachwuchs gut gerüstet in ein selbstbestimmtes Leben entlassen.



    Also, machen wir uns keinen Kopp! Lassen wir unsere Kinder in aller Ruhe neben uns aufwachsen! Stehen wir zu unserem kleinen Laster, ohne zu belästigen – und alles wird gut. Und wer weiß, vielleicht kommt ja mal der Tag, an dem der Hanfbauer seine Kinder genauso mit zur Ernte nimmt wie der Winzer seine Brut zur Weinlese.

    Ist Cannabis schädlich für die Zähne?


    Bekanntlich zeigen uns aktuelle Studien rund um Cannabis immer wieder deutlich, wie schonend und ohne besondere Nebenwirkungen Hanfmedizin angewendet werden kann. Im Gegensatz zur chemischen Keule werden Organe von Herz über Lunge bis Leber nicht weiter belastet, der Body-Mass Index nimmt ebenfalls nicht zu durch Kiffen und Blutdruck wie Cholesterin sind kaum verändert. Wie aber steht es eigentlich um die Mundgesundheit und um unsere Zähne? Bei einer Untersuchung in Neuseeland vor einigen Jahren hatten Forscher schon einmal eine die Parodontologie unter die Lupe genommen beim Hanfkonsum – wie ist der aktuelle Stand und worauf müssen wir beim Kiffen rund um gesunde Zähne achten?


    Bei der besagten, freilich schon alten Studiewurden Leute befragt und untersucht, die über 20 Jahre Cannabis konsumieren. Vor allem bei den mittleren Lebensaltern gab es einen Anstieg parodontologisch relevanter Erkrankungen zu beobachten. Die amerikanische Gesellschaft für Zahngesundheit verweist auf Symptome und Krankheiten wie Xerostomie (trockener Mund) und Leukoplakie, das sind chronische Reizungen der Schleimhäute mit weißen Schleimbeuteln, nicht selten auch als Aphte bezeichnet.


    Entsprechend aufmerksam lesen Stomatologen neue Studien zum Cannabis und stellen sich zumindest in den USA auf Hanfkonsumenten und deren besondere Bedürfnisse ein, beraten und empfehlen entsprechend hilfreiche Ausgleichsmaßnahmen. Und natürlich bemüht sich auch die Hanfindustrie selbst um Produkte, welche die Mund- und Zahngesundheit unterstützen sollen.


    Der Mund als komplexes Ökosystem


    Momentan wird vieles ökologisch betrachtet in den Zusammenhängen und unsere Mundhöhle mit allen angeschlossenen Bereichen verwaltet eine Menge organisches Material in einer möglichst immergleichen, gesunden Balance. So ist beispielsweise der Speichel wichtig für den Nahrungstransport und die Zerkleinerung, für die Befeuchtung der Schleimhäute und für die Reinigung der Zähne von Essensresten und Co.


    Kiffen reduziert Speichelproduktion: Der typische trockene Mund beim Rauchen von Joint und Bong zeigt eine verminderte Produktion beim Speichelan und das hängt mit der Wirkungsweise vom THC in unserem körpereigenen Endocannabinoid-System zusammen. Betroffen sind verschiedene Rezeptoren, die gerade auch den Speichel funktional bedingen – ein Grund mehr, beim Kiffen immer auch ein Getränk in der Nähe zu haben.


    Doch die Trockenheit ist nicht nur nervig, sondern auch ein Risiko. Bakterien beispielsweise können haften bleiben und sich vermehren und ohnehin trinken Kiffer meistens gerne süße Sachen mit viel Zucker. Auch Pilzinfektionen haben es bei einem trockenen Mund grundsätzlich leichter. Parodontose kann sich entwickeln als Entzündung beim Zahnfleisch, vor allem rund um die sowieso empfindlichen Zahnhälse. Allerdings ist für diese Folgewirkungen nicht das Cannabis selbst verantwortlich, sondern die häufig wenig umfassende, eingängige Pflege der Zähne durch die Hanfkonsumenten! Gegenmaßnahmen sind also relativ einfach zu bewerkstelligen.


    Einige Tipps für Kiffen und gesunde Zähne


    Binsenweisheiten wie zweimal täglich putzen werden wir nicht aufzählen, doch es gibt ein paar Hinweise direkt von fachlich versierten Medizinern. So sollten Konsumenten von Haschisch und Marihuana, egal ob nun Patient oder Genussmensch, vor allem:


    viel trinken und am besten mit nur wenig Zucker, damit der Speichelfluß in Gang bleibt,immer Zähne putzen und mit einem Mundwasser spülen vor dem Schlafengehen,gelegentlich eine besonders gegen Bakterien aktive Spülung verwenden,Zahnseide mindestens einmal pro Woche.


    Natürlich wird auch empfohlen, das Rauchen und Verdampfen zugunsten anderer Konsummethoden einzustellen – aber nicht jeder ist glücklich mit einem THC-Lollipop oder möchte Cannabistropfen unter die Zunge träufeln. Interessant sind allerdings spezielle Kaugummis, die nicht nur berauschen und medizinisch wirken, sondern nebenbei auch den Mund reinigen, anfeuchten und so die Zähne schützen können.


    Die Wirkung der Cannabinoide auf die Mundflora


    Das wird gerade vielversprechend erforscht. Unser Mund ist im Vergleich zum Rest des Körpers wirklich sozusagen dreckig und voll mit Mikroben – die Cannabinoide CBD und CBD sind hier wirksame Mittelchen für die Reinigung selbst von einem Befall mit Staphyloccocus und anderen gefährlichen Bakterien. Es lohnt sich dazu der Blick in die Forschung und neue Untersuchung sind im Anmarsch, so dass Kiffer und Hanfpatienten darüber hinaus auch den behandelnden Zahnarzt fragen können zur Wirkungsweise der Cannabinoide – allerdings leider noch nicht in Deutschland, wo die Politik gegenüber der Medizin jegliche Hanf-Aufklärung verbietet, verhindert, verunglimpft.


    Zudem kann Cannabis übrigens auch interagieren mit Betäubungsmitteln und Narkose, was eine Rücksprache über euren Konsum zum Beispiel vor einer Operation unbedingt empfehlenswert macht! Wer gerne Hanf einnimmt, der braucht vielleicht eine stärkere örtliche Betäubung beim Ziehen der Weisheitszähne und auch die danach einzunehmenden Schmerzmittel sollten in Absprache zum Cannabiskonsum verwendet werden.


    thc.guide

    Dieter Klaus Glasmann


    Obwohl Anorexia nervosa mit zwei Prozent, nicht die am weitesten verbreitete Essstörung ist, ist sie dennoch sehr bekannt. Das liegt mitunter daran, dass einige der Folgen sehr deutlich sichtbar sind.

    Es hat schon einen Grund, dass die Erkrankung auch Magersucht genannt wird. Ein drastischer Gewichtsverlust und das dementsprechend ungesund dünne Erscheinungsbild sind die auffallenden Merkmale der Anorexie. Doch der Umfang an möglichen Symptomen, Begleiterscheinungen und Folgen ist immens, da die eigentlich psychische Störung den ganzen Körper in Mitleidenschaft zieht. Die Studienergebnisse der letzten Jahre legen nahe, dass Cannabis einigen Betroffenen helfen kann.

    Cannabis und Appetit

    Eine der naheliegenden Effekte, die der Konsum von Cannabis für Menschen mit Anorexie hilfreich macht, ist die Stimulation des Appetits. Doch da der Erkrankung eine starke psychische Komponente zu Grunde liegt, wird die bloße Einnahme von Cannabis das Problem nicht wirklich lösen können. Cannabis hat Eigenschaften, die sich positiv auf die psychische Konstitution eines Anorexie-Patienten auswirken können. Es vermag Ängste und Depressionen zu reduzieren.

    Gewichtszunahme und Angstreduktion durch medizinisches Marihuana

    Im Jahr 2013 haben dänische Forscher im International Journal of Eating Disorders Studienergebnisse veröffentlicht, die zeigen, dass Dronabinol, ein synthetisiertes Cannabismedikament, Anorexie-Patienten helfen kann, ihr Körpergewicht zu erhöhen. Im Vergleich zu einer Placebogruppe waren die Patienten, die täglich Dronabinol verabreicht bekamen, eher dazu in der Lage, zuzunehmen. Auch bezüglich der psychologischen Aspekte der Essstörung hat man Studien durchgeführt.

    Im Israel Journal of Psychiatry Related Science kamen Forscher 2017 durch ihre Studie zu dem Schluss, dass THC eine wirksame Komponente bei der Behandlung der psychischen Symptome von Anorexia nervosa sein kann. Ein Jahr später wurde nachgewiesen, dass Cannabis kurzfristig das Angstniveau, den Stress und Depressionen deutlich reduzieren kann. Langfristig aber können sich depressive Symptome aber auch verstärken. Bei Frauen nahmen Angstzustände durch den Gebrauch von Cannabis im übrigen stärker ab als bei Männern.

    Cannabismedikation und Behandlungsmethoden

    Die Anorexia nervosa kann schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben, wie z.B. Osteoporose, Verdauungsstörungen, Herzprobleme, Funktionsstörungen der inneren Organe. Da diese Krankheit sogar zum Tod führen kann, ist der Einsatz von Cannabis auf jeden Fall eine Option, die man in Erwägung ziehen sollte. Langfristig sollte man dies aber nicht als Behandlung der Erkrankung verstehen.

    Werden kurzfristige Fortschritte während der Behandlung mit Cannabis nicht von psychologischen und anderen Behandlungsmethoden begleitet, kann sich die Lage noch verschlimmern. Einerseits können sich Ängste und Depressionen verstärken, andererseits können die Patienten, angetrieben vom anfänglichen Erfolg der Cannabiseinnahme, zum Missbrauch oder der psychischen Abhängigkeit tendieren.

    von Dieter Klaus Glasmann


    Viele Menschen konsumieren Cannabis. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe, doch Entspannung zählt zu den Hauptmotiven, die oft hinter dem Konsum stecken. Daraus lässt sich der logische Rückschluss ziehen, dass einige der Konsumenten in ihrem Leben zu viel Spannung oder Anspannung wahrnehmen. Denn das ist schließlich die Voraussetzung dafür, dass man der entspannenden Wirkung von Cannabis einen Nutzen abgewinnen kann. In den Zustand der Anspannung spielen mehrere Faktoren hinein, die je nach Lebenssituation des Betroffenen ganz unterschiedlich ausgeprägt sein können. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem auch Stress, Angst und Depressionen.

    Auswirkungen von Cannabis auf psychische Symptome sind kaum erforscht

    Es gibt ausreichend Erfahrungsberichte von Konsumenten, die die Fähigkeit von Cannabis, Symptome von Angst, Stress und Depressionen zu lindern, belegen. Doch wissenschaftliche Untersuchungen dazu sind bis dato rar. Es gab einige vielversprechende Versuche an Ratten, die Hinweise lieferte, dass Cannabis helfen könnte, die Symptome einer stressbedingten Depression zu kompensieren. Andere Tierversuche bestätigten die Ergebnisse zwar, doch wissenschaftliche Untersuchungen im Bezug auf Menschen fehlten nach wie vor. Wissenschaftler der Washington State University haben hier kürzlich Abhilfe geschafft, indem sie sich in einer Studie dem Thema widmeten. Diesmal wollte man die Wirksamkeit von Cannabis bei der Behandlung der psychischen Leiden am Menschen aufzeigen.

    Erste Studie über Marihuana in der Lebensrealität der Konsumenten

    In der ersten Studie überhaupt, die in diesem Bereich mit Cannabispatienten im realen Lebensalltag arbeitete, hat man sowohl das Konsumverhalten als auch die Dauer des Konsums und die Mengen berücksichtigt. Bisher wurden vergleichbare Erhebungen nur mit Teilnehmern durchgeführt, die im Verlauf der Studie THC-reiche Pillen in klinischen Umfeld verabreicht bekamen. Das Team von Studienleiterin Carrie Cutler analysierte die Daten von Patienten, die im Handel erhältliche Cannabisprodukten konsumierten. In der Realität ist das Rauchen der Blüten die am meisten verbreitete Form der Einnahme.

    Vielen hilft Cannabis bei psychischen Beschwerden

    Nach Auswertung der Datensätze kommen die Forscher zu dem Schluss, dass Cannabis mit einem niedrigen THC-Gehalt und einem hohen CBD-Gehalt am effektivsten die Symptome von Depressionen lindern kann. Cannabis mit einer hohen Konzentration beider Cannabinoide erwies sich am nützlichsten gegen die Stresssymptome. Die Forscher fanden bei ihren Analysen auch heraus, dass die Angstreduktion durch Cannabiskonsum bei Frauen stärker ist als bei Männern. Insgesamt zeigten 89,3 Prozent der Teilnehmer eine signifikante Abnahme von Depressionszuständen nach dem Gebrauch von Marihuana, im Bezug auf Angst und Stress waren es sogar mehr als 90 Prozent. Bei 3,2 Prozent hingegen verschlimmerten sich die Symptome und bei 7,5 Prozent zeigte Cannabis keinerlei Auswirkungen. Eine derartige Erfolgsquote weisen vermutlich kaum andere Medikamente bei diesen Symptomen auf.

    Löst Cannabis Psychosen aus? Studie untersucht Auswirkungen von Intensivkonsum bei Risikogruppe - Allgemeines zur Cannabismedizin - Hanf Magazin

    von Dieter Klaus Glasmann


    Löst der Konsum von Cannabis beim Menschen Psychosen aus? Diese Frage stellen sich nicht nur Wissenschaftler, auch in der Öffentlichkeit und unter Politikern wird um dieses Thema immer wieder diskutiert werden und gestritten. Leider basieren die Diskussionen, auch unter Entscheidungsträgern der Politik, nicht immer auf Fakten, sondern auf ideologischen Phrasen.

    Einer der Topkandidaten für den Posten des Bundesdrogenbeauftragten, der Mediziner Stephan Pilsinger, sagte jüngst in einer Bundestagsdebatte, dass Cannabiskonsum einfach dumm macht. Seinem Medizinstudium hat er diese Information sicher nicht entnommen. Aber wir wollen auch nicht leugnen, dass manche Menschen vielleicht psychische Probleme bekommen können, die durch einen extremen Konsum von Cannabis mit verursacht oder begünstigt worden sind.

    Kann Cannabis Psychosen bei gefährdeten Menschen befördern?

    Eine neue Studie liefert nun Erkenntnisse zu den Auswirkungen des regelmäßigen Cannabiskonsums bei Menschen mit hohem Psychoserisiko. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigt, dass die Reaktion auf Dopaminsignale im präfrontalen Kortex bei den Teilnehmern teilweise abstumpfte.

    Daraus schlussfolgern die Wissenschaftler, dass der dauerhafte Konsum von Cannabis bei der untersuchten Risikogruppe die Psychosen auslösen oder fördern kann. Über die Auswirkungen des regelmäßigen Konsums bei psychisch stabilen Menschen kann man aufgrund der Studie jedoch keine Aussagen tätigen.

    Das Risiko betrifft Menschen, die zu Psychosen neigen und ständig Cannabis konsumieren

    Die Analyse der Daten ergab, dass sich bei Patienten, bei denen ein erhöthtes Risiko für Psychosen oder Schizophrenie und ein regelmäßiger Cannabiskonsum zusammenkommen, die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch der psychischen Störungen ansteigt. Die Autoren der Studie sind auf jeden Fall der Ansicht, dass sie gerne weitere Forschung über die Auswirkungen von Cannabis auf die Neurochemie des menschlichen Gehirns betreiben würden, vor allem im Bezug auf Psychose-gefährdete Personen.

    Dr. Romina Mizrahi ist Medizinerin des Centre for Addiction and Mental Health in Toronto und eine der Autorinnen der Studie. Das Ergebnis ihrer Forschung richtet ihren Fokus auf Heranwachsende, deren Gehirn noch nicht vollständig entwickelt ist, und auch an Menschen, die psychisch nicht stabil sind. Diese gehen mit einem übermäßigen Cannabiskonsum besondere Risiken ein.

    Welchen Schaden richtet Cannabis in der Psyche eines gesunden Erwachsenen an?

    Natürlich sollte an der Auswirkung von Cannabis auf den Menschen geforscht werden, solange wir nicht alles wissen. Und wir wissen längst nicht alles. Die moderne Cannabisforschung bekommt erst in den letzten Jahren Aufwind durch die Liberalisierungen in einigen Ländern.

    Da es einige gesunde Menschen in der Mitte der Gesellschaft gibt, die seit Jahrzehnten regelmäßig Cannabis konsumieren, auch Patienten, können wir ausschließen, dass Cannabis dumm macht. Jenseits davon ist es aber sicher von Vorteil, die Auswirkungen von Cannabis auf den menschlichen Körper, besser zu verstehen.

    von Dieter Klaus Glasmann Der Herzinfarkt, auch Myokardinfarkt genannt, zählt in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Ohne Behandlung führt er eigentlich immer zum Tod, daher ist schnelles Handeln lebenswichtig. Die Ursache ist ein plötzlich auftretender Blutverschluss der Herzkranzgefäße. Die Herzmuskulatur wird dann nicht mehr mit Blut versorgt, das Herz kann sogar aufhören zu schlagen. Infolge dessen kann es dazu kommen, dass der Herzmuskel abstirbt. Ist eine Behandlung spät erfolgt, kann es sein, dass teilweises Absterben der Herzmuskelzellen dazu führt, dass die Pumpfunktion des Herzens und auch seine Belastbarkeit langfristig eingeschränkt ist. Die schlimmsten Symptome sind akute Schmerzen in der Brust und Todesangst. Cannabis kann einen Menschen vielleicht nicht vor einem Herzinfarkt bewahren, jedoch scheint der Konsum die Überlebensraten im Anschluss an den Infarkt positiv zu beeinflussen. Ein besonderer Risikofaktor: Viele Cannabiskonsumenten verwenden auch Tabak In der Datenbank National Inpatient Sample sind die Daten von Tausenden von Patienten erfasst, die in die Kliniken der Vereinigten Staaten von Amerika eingeliefert worden sind. Für eine Studie wurden daraus die Daten von mehr als 161.000 Patienten analysiert, die wegen eines Herzinfarkts ins Krankenhaus gebracht wurden. Davon gaben 4224 an, dass sie Cannabis konsumieren, 78,3 Prozent der Konsumenten waren männlich, 21,7 Prozent weiblich. 71 Prozent der Cannbiskonsumenten rauchten ebenfalls Tabak, von den Nicht-Konsumenten waren es nur 49 Prozent. Tabakrauch gehört zu den größten kardiovaskulären Risikofaktoren. Trotzdem verzeichneten die Konsumenten im Durchschnitt bessere Entwicklungen des Gesundheitszustands während des Krankenhausaufenthalts. Trotz Tabakrauch genesen Cannabiskonsumenten nach dem Herzinfarkt schneller Die Forscher erklären sich den besseren Genesungsverlauf der Cannabiskonsumenten sowohl durch psychische, als auch durch physische Faktoren. Zum Beispiel könnte die erhöhte Entspannung der Konsumenten die Durchblutung des Herzens verbessern, was dem Absterben der Herzmuskelzellen entgegenwirken könnte. Auch der psychische Umgang mit dem Klinikaufenthalt könnte etwas damit zu tun haben. Eine positive Stimmung unterstützt durch physiologische Reaktionen auf die psychische Verfassung immer auch die körperliche Gesundung. Cannabiskonsum macht den Krankenhausaufenthalt kürzer und günstiger Insgesamt zeigte die Analyse der NIS-Daten, dass die Cannabiskonsumenten sich mit größerer Wahrscheinlichkeit von ihrem Herzinfarkt erholen als Nicht-Konsumenten. Sie hatten mit durchschnittlich 4,2 Tagen einen kürzeren Krankenhausaufenthalt also die Nicht-Konsumenten, die sich im Schnitt 4,8 Tage in der Klinik aufhalten mussten. So verursachen sie ganz nebenbei auch dem Gesundheitssystem niedrigere Kosten, 43.800 US-Dollar für den Aufenthalt im Vergleich zu 50.900 Dollar bei den Patienten, die kein Cannabis konsumieren. Die Sterbewahrscheinlichkeit im Verlauf des Krankenhausaufenthalts ist außerdem sechs mal geringer bei den Konsumenten. Kann Cannabis für Herzpatienten genutzt werden? Der Bedarf nach weiteren Studien ist mit den Resultaten der NIS Datenerhebung zweifelsfrei gegeben. Da es bereits andere Anhaltspunkte gibt, die auf einen Nutzen von Cannabis für die Gesundheit und die Funktion des Herzens hinweisen, könnte eine tiefer gehende Forschung die Zusammenhänge vielleicht eines Tages erfassen und Cannabis gezielt für Herzpatienten verwendbar machen. Da die Ergebnisse der Analysen sich großteils auf Langzeitkonsumenten bezieht, wäre also eine allgemeine Legalisierung von Cannabis, sowohl medizinisch als auch als Genussmittel, wohl ein Gewinn im Bezug auf die Volksgesundheit.

    Überall, wo sich mit Cannabis legal ein Geschäft machen lässt, steigen immer mehr Stars und Sternchen in das aufblühende Business ein. Sänger, Sportler und Schauspieler bekennen sich zu dem berauschenden Genussmittel, das auch besondere Eigenschaften als Arzneimittel besitzt. So outete sich kürzlich erst die Boxlegende Mike Tyson bezüglich seines persönlichen Konsumverhaltens, nachdem er bereits zuvor groß in das Geschäftsfeld mit einer eigenen Firma stieß. Jetzt redet eine aus den Siebzigerjahren äußerst bekannte Schauspielerin und eine der erfolgreichsten Sängerinnen des Planeten Erde über ihr Verhältnis zu Marihuana und trat mit ihrer Meinung sogar auf einer Cannabiskonferenz in Portland auf. Olivia Newton-John schwört auf Cannabis, da ihr die Wunderpflanze Hanf bei ihrem Kampf gegen einen wiederkehrenden Brustkrebs ganz besonders geholfen hat.

    Wie Cannabinoide das Krebswachstum hemmen können, hat bereits der auch für das Hanf Journal schreibende Mediziner Dr. Franjo Grotenhermen in einem diesem Thema gewidmeten Buch beschrieben. Dass in der Forschung bezüglich dieser Eigenschaften viel Wahres steckt, bestätigt nun die über einhundert Millionen Schallplatten verkaufende englisch-australische Sängerin Olivia Newton-John, die bereits seit 1992 mit einer wiederkehrenden Brustkrebserkrankung zu leben hat. Nachdem sie ab 2008 sich für die Entstehung ihres eigenen öffentlichen Krankenhauses starkmachte – dem Olivia Newton-John Cancer and Wellness Centre in Melbourne – wurde bei ihr 2013 und danach 2017 erneut Brustkrebs diagnostiziert, den sie auf anraten ihres seit Langem mit dem Thema Medizinalhanf verbundenen Ehemannes John Easterling auch mit Cannabis behandelte. „Ich hatte viel von meinem Mann gehört, wie Cannabis mir helfen könnte“, sagte Olivia Newton-John gegenüber der Webpräsenz GoodHousekeeping.com. „Ich war etwas nervös, weil ich das Gefühl nicht mag, das etwas mein Denken verändert … aber ich habe sehr langsam damit angefangen und mich daran gewöhnt, und es hat mir wirklich sehr geholfen“, fügte sie dort dann an. Ihr Mann habe sich mittlerweile darauf spezialisiert mit seiner Firma TriVita Cannabis für die betroffene Ehefrau zu produzieren, wobei es sich dabei um 21 verschiedene Varietäten handeln soll. Diese nutzt er anschließend zur Produktion eines Mittels, das 47 Prozent THC, 26 Prozent CBD und weitere Cannabinoide wie CBG, CBC und CBN enthält.

    Newton-Johns Ehemann hält selbst nicht viel von der Einnahme einzelner Cannabinoide, da er davon überzeugt ist, dass der Entourage-Effekt eine große Rolle beim Heilungsprozess übernimmt, weil das Zusammenspiel der natürlich vorkommenden Substanzen wichtige Funktionen übernimmt und damit auch größere Wirkung zeigt. Olivia Newton-John begann letztendlich nach einem Bruch ihres Kreuzbeins die Behandlung mit Cannabis, da sie nicht von dem zuvor eingesetzten Morphin abhängig werden wollte. Zu diesem Zeitpunkt litt sie bereits an Brustkrebs im vierten Stadium, der bis auf die Knochen metastasiert war. Die darauf folgende schmerzhafte Erfahrung, neu Laufen lernen zu müssen, wurde durch den Einsatz der natürlichen Medizin so stark gelindert, dass sie komplett auf die Nutzung des aus Opium hergestellten pharmazeutischen Mittels verzichten konnte. „Ich habe nichts mit Schmerzmitteln zu tun, ich habe nichts mit Morphium zu tun, und das schreibe ich dem Cannabis zu, weil ich damit die Schmerzen überwinden konnte“, sagt sie jetzt über ihre derzeitige Situation.

    Im Jahr 2008 wurde erstmals eine Studie veröffentlicht, nach der verschiedenen Cannabinoide der Hanfpflanze (THC, Cannabidiol, Cannabigerol, Cannabichromen und Cannabinol) antibakterielle Eigenschaften gegen Bakterien besitzen, die mit den üblichen Antibiotika mehr behandelt werden können. Das Problem der Antibiotikaresistenz, also dem fehlenden Ansprechen von bakteriellen Infektionen auf Antibiotika, hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Daher wird verstärkt nach neuen Möglichkeiten gesucht, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Neue antibiotische Substanzen werden dringend benötigt. Zur Resistenzbildung tragen nicht nur der häufig unkritische Einsatz von Antibiotika beim Menschen, sondern auch die umfangreiche Verwendung von Antibiotika in der Massentierhaltung bei.



    Die Wissenschaftler der Universität von Piemont in Italien schrieben im Jahr 2008, dass die systemische Anwendung Cannabinoiden zur Bekämpfung von bakteriellen Entzündungen erst noch untersucht werden müsse, dass jedoch die örtliche Anwendung zur Reduzierung von resistenten Staphylokokken auf der Haut „vielversprechend erscheint“.



    Im Jahr 2018 haben Wissenschaftler des Saaii Kollegs für medizinische Wissenschaften und Technologie in Chaubepur in Indien einen wissenschaftlichen Artikel für ihre Arbeit veröffentlicht, in der sie die antibakterielle Aktivität dreier Pflanzen (Cannabis, Thuja und echte Guave) untersucht hatten. Sie konnten die früheren Beobachtungen bestätigen und weitere Erkenntnisse gewinnen. So stellten sie fest, dass eine Kombination aus Cannabis und Thuja wirksamer war als Extrakte einzelner Pflanzen. Sie testeten alkoholische Pflanzenextrakte gegen verschiedene Stämme von Staphylococcus aureus.



    Wenn von Antibiotikaresistenz die Rede ist, dann wird oft von MRSA-Keimen gesprochen. Ursprünglich waren damit Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus gemeint. Das Bakterium Staphylococcus aureus lebt meistens als harmloser Bewohner auf unserer Haut und unseren Schleimhäuten, kann jedoch auch Krankheiten verursachen, darunter schwere Hautinfektionen, Lungenentzündung und Hirnhautentzündungen. Heute bedeutet MRSA vor allem Multi-resistenter Staphylococcus aureus.



    In Deutschland bekannt wurden MRSA auch durch den Fernseh-Dokumentarfilm „Tatort Krankenhaus“ von Tilman Wolff. Darin wurde 2008 verdeutlicht, dass in deutschen Krankenhäusern jährlich bei etwa 160.000 Menschen eine MRSA-Besiedelung festgestellt wird und dass es im Klinikalltag vielfach an elementaren Hygienemaßnahmen wie Händewaschen mangelt. Heute gehört es in Deutschland zum Klinikalltag, neue Patienten auf das Vorliegen von MRSA zu untersuchen, um entsprechende Vorsichtsmaßnahmen einleiten zu können.



    Multiresistente Bakterien verursachen häufig Erkrankungen bei Patienten mit einem geschwächten Immunsystem. Neben Staphylococcus aureus könnten auch andere Bakterien multiresistent sein, darunter Pseudomonas aeruginosa und verschiedene Darmbakterien.



    Die indischen Forscher hatten insgesamt 20 verschiedene Staphylococcus aureus-Stämme isoliert. Die meisten waren resistent gegen Penicillin, Methicillin, Oxacillin und Cefoxitin. Einige Stämme brachen noch auf Vancomycin, ein so genanntes „Reserve-Antibiotikum“ an, das nur eingesetzt wird, wenn alle anderen Antibiotika wirkungslos sind.



    Neben Cannabinoiden scheinen noch andere Pflanzenbestandteile antibiotische Eigenschaften aufzuweisen, darunter Phenole, Quinone, Flavonoide, Tannine, Alkaloide, Glykoside und Polsaccharide. Die synergistische Wirkung von Cannabis und Thuja mag darauf zurückzuführen sein, dass verschiedene dieser Substanzen sich in ihrer Wirkung ergänzt haben.



    Nach einer Pressemitteilung vom 1. August 2019 aus Australien hat kürzlich ein CBD-Unternehmen 40 Millionen US-Dollar erhalten, um die antibakteriellen Eigenschaften dieses Cannabinoids zu untersuchen. CBD ist auch in hohen Dosen sehr gut verträglich könnte daher auch in hohen Dosen ohne große Gefahren eingesetzt werden. Die Investition zeigt, dass die Beteiligten hohe Erwartungen in das antibiotische Potenzial von Cannabidiol haben.



    Ein Bekannter berichtete mir kürzlich, dass sein Bruder, der bei jedem Krankenhausbesuch positiv auf MRSA getestet wurde, plötzlich nicht mehr MRSA-positiv war, nachdem er eine mehrwöchige Kur mit Haschischöl durchgeführt hatte. Die Ärzte konnten es kaum glauben. Das ist eine bemerkenswerte Beobachtung, die es verdient, unter kontrollierten Bedingungen überprüft zu werden. Vielleicht mit CBD.

    Untersucht hat eine unabhängige Studie des Studenten Jona Decker und seiner Kollegen aus den Bereichen der Ökonomik, der Biochemie, der Gesellschaftslehre und der Seelenkunde, wie sich der Einsatz von Cannabidiol auf Patienten, die unter einer Angststörung leiden, auswirken kann. Ziel war es, nachzuweisen, ob den betroffenen Erkrankten durch die ständige Einnahme von Cannabidiol geholfen werden kann. Auf einer Behandlung der sogenannten „sozialen Angststörung“ liegt in diesem Fall ein besonderer Vordergrund.

    Bei dieser Art der krankhaften Angst befürchten die Betroffenen, von anderen Menschen als „eigenartig“ empfunden zu werden. Je nach Schwere der Krankheit ergibt sich daraus dann eine mehr ebenso wie weniger große Restriktion im Alltag. Betroffen sind in DE in etwa sieben bis zwölf Prozent der Leute von einer sozialen Angststörung. Diese Form der Angsterkrankung wird nach wie vor entweder behandelt anhand einer Psychotherapie oder mit Psychopharmaka (häufig auf der Basis von Antidepressiva).

    Gezeigt hat sich im Zuge verschiedener Studien, dass Cannabidiol wohl die Ausprägung einer sozialen Phobie positiv verändern kann. Viele Leute haben in der Vergangenheit den CBD-haltigen Medikamenten hier schon eine Möglichkeit gegeben. Der Gewinn der Branche wächst. Das Interesse steigt. Doch dreht es sich hierbei um einen Placeboeffekt? Eine Angsterkrankung dabei überhaupt zu kurieren, wie bzw. kann Cannabidiol helfen?

    Grundsätzliche Informationen zur CBD Untersuchung

    Durch die folgenden Eckdaten charakterisierte sich die Studie des Studenten Jona Decker und seiner Kollegen:

    – miteinander verglichen wurden Angstwerte VOR und NACH der Untersuchung.

    – die Studiendauer betrug 30 Tage.

    – 15-Prozentiges CBD-Öl konsumierten 19 Versuchsteilnehmer.

    – 18 Probanden – ohne dass sie es wussten – erhielten ein Placebo (in Form von Rapsöl).

    – insgesamt waren es vierzig Versuchskandidaten (bzw. 37, weil die Teilnahme an der Untersuchung 3 Probanden abbrachen), die über Social Media akquiriert wurden, im Schnitt 32,6 Jahre alt waren und die an einer Angsterkrankung nachweislich aus dem Spezialgebiet der sozialen Phobie leiden.

    Natürlich wurden die Teilnehmer vor dem Beginn der Untersuchung von ihrem Hausarzt auf eventuelle gesundheitliche Beeinträchtigungen untersucht.

    Was ist Cannabidiol?

    Zahlreiche Leute denken bei „CBD“ fraglos an Cannabis und damit – zumindest in Deutschland – an eine illegale Substanz. ABER: indem mehr als 80 unterschiedliche Chemikalien enthalten sind, ist CBD, deshalb Cannabinoid, im Vergleich zu Cannabis, NICHT psychoaktiv.

    Daher profitierten die Versuchsteilnehmer der Untersuchung, die auch schon in Studien der Wissenschaftler Crippa, Zuardi, Garrido und Wichert-Ana untersucht wurde, zudem von seiner angstlösenden Wirkung.

    Das Ergebnis

    Nach einer Studiendauer von dreißig Tagen zeigte sich, in siebzehn von neunzehn Fällen und im Durchschnitt um 32 Prozent, dass die Angstwerte der Teilnehmer besser geworden sind, die Cannabidiol (CBD) zu sich genommen hatten.

    Genauer gesagt: die durchschnittlichen Angstwerte lagen hier vor dem Studienbeginn bei 4,1 (wobei eine Skala von 1 (kein Unbehagen) bis 5 (sehr großes Unbehagen) zugrunde gelegt wurde) und danach bei 3,2. Vermindert wurde damit die wahrgenommene Angstsymptomatik durch die Einnahme des CBD. Die Einnahme des Placebos wiederum zeigte keine eindeutige Wirkung.

    Eine Studie spricht dementsprechend hierfür, dass die Einnahme von Cannabidiol (CBD) – bei einer vorliegenden sozialen Phobie – in einer angemessenen Dosierung von Vorteil und durchaus anzuraten sein kann.

    Dies gilt auch mit Hinblick auf die angemessene Verträglichkeit während der Durchführung der Untersuchung. Unter Müdigkeit litt eine Versuchsperson so lediglich für einen kurzen Zeitraum. Das Cannabidiol-Öl wurde außerdem von den Probanden problemlos vertragen.

    Die Dosierung während der Untersuchung an Cannabidiol (CBD) (mit fünfzig mg/ Tag) wurde verhältnismäßig tief gehalten. In der Literatur wurde hier von den vielmals angegebenen 300 bis 600 mg am Tag abgewichen, da:

    – einige Studien in der Vergangenheit aufgezeigt haben, dass sich bessere Ergebnisse mit einer niedrigeren Dosierung erreichen lassen.

    – die Versuchskosten des Weiteren zu teuer geworden wären.

    Die Tragweite der Studienergebnisse

    Die Studie zeigte auf, dass es wirklich realistisch ist, dass die regelmäßige Einnahme von CBD, auch auf der Basis einer vergleichsweise geringen Menge, dabei helfen kann, eine Angststörung in Form einer sozialen Phobie zu mindern. Dennoch sollte genauso täglich im Hinterkopf behalten werden, dass die Versuchskandidaten das Cannabidiol-(CBD)-Öl selber und in ihrem gewohnten Umfeld zu sich nahmen. Der Konsum konnte deshalb nicht präzise kontrolliert werden.

    Da sich unter der Therapie mit Rapsöl jedoch keinerlei Verbesserung der Angsterkrankung zeigte, ist aber davon auszugehen, dass ein übergreifender Placeboeffekt ausgeschlossen werden kann.

    Um die Studie letztendlich allerdings noch aussagekräftiger zu machen, bräuchte es im Übrigen eine größere Gruppe an Probanden. Bisher kann dementsprechend und auf Basis besagter Studie nicht perfekt und wissenschaftlich bewiesen werden, dass es sich tatsächlich bei CBD-Öl um ein gutes effizientes Mittel gegen Angststörungen handelt. Noch müssten hier zusätzliche und umfassendere Untersuchungen angebracht werden.

    Folgende unabhängige Cannabidiol-Studie hat das Ziel

    Hier sollte im Zuge der erwähnten, unabhängigen Studie geklärt werden, ob CBD zur Behandlung von sozialen Phobien weiterhelfen und so ebenfalls Symptome wie das bekannte Rotwerden, Zittern und Co. verhindern kann?

    Text von Jona Decker

    Der US-Bundesstaat Colorado hat Cannabis bereits im Jahr 2014 vollständig legalisiert (Leafly.de berichtete). Die Canna Research Group hat jetzt mit ihrer Studie „Cannabiskonsum bei aktiven Sportlern: Verhaltensweisen im Zusammenhang mit subjektiven Effekten“ das Muster des Cannabiskonsums von erwachsenen Athleten untersucht.

    Bei der Canna Research Group handelt es sich laut eigenen Angaben um Berater für Hersteller, Händler und Organisationen, die Cannabisforschung für die Behandlung chronischer Schmerzen in Betracht ziehen. Das Bildungsangebot richte sich an medizinische Fachkräfte, Branchenführer und Patienten.

    „Es gab nicht viel Forschung darüber, wie Cannabis hilft. Sportler schlafen normalerweise nicht gut und sind ängstlich. Wir wollten daher wissen, wie viel Prozent von ihnen Cannabis konsumieren, wie ihre Konsummuster sind und wie sich dies auswirkt“, erklärte die Forscherin Dr. Joanna Zeiger.

    Motivation für Studie „Cannabis und Sportler“

    Für die Forscherin Zeiger war ein Teil der Motivation für die Durchführung dieser Cannabis-Studie vor allem ihre frühere sportliche Karriere. Von 1998 bis 2010 war sie professionelle Triathletin, gewann mehrere Ironman-Events und belegte bei den Olympischen Spielen 2000 den vierten Platz.

    Im Jahr 2009 führte dann ein Fahrradunfall, bei dem ihr das Schlüsselbein gebrochen und der Brustkorb geschädigt wurde, dazu, dass sie Cannabis gegen chronische Schmerzen einsetzte.

    „Zu dieser Zeit gab es ein großes Stigma gegen die Verwendung von Cannabis. Als es legal wurde, beseitigte es diese Barriere des Stigmas. Meine persönliche Abneigung änderte sich dann“, so Zeiger.

    Durchführung der Studie

    Zeiger hoffte, dass es anderen Menschen ähnlich gehen könnte. Um so viele Athleten wie möglich zu erreichen, wurde online eine Umfrage für alle englischsprachigen Athleten durchgeführt, die mindestens 21 Jahre alt waren.

    Die Ergebnisse zeigten dann, dass von 1.161 Athleten, die die Umfrage abgeschlossen hatten. Hier gaben 301 Befragte an, derzeit Cannabiskonsumenten zu sein. Die Mehrheit dieser Gruppe bestand dabei aus Männern, die älter als 40 Jahre alt waren. Mehr als die Hälfte der Cannabiskonsumenten gab an, drei oder weniger Mal pro Woche Cannabis konsumiert zu haben.

    „Wir wollten eine bestimmte definierte Population gesunder, aktiver Sportler ansprechen. Außerdem wollten wir sehen, welche Rolle Cannabis spielt und welche Auswirkungen Cannabis in dieser Gruppe hat“, erklärte Dr. William Silvers, Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität von Colorado.

    Ergebnisse der Studie

    Die Studie zeigte, dass Cannabis sich auf das Wohlbefinden eines Athleten auswirkt, mit unterschiedlichen beruhigenden und nachteiligen Nebenwirkungen wie Angstzuständen oder Paranoia. Eine Kombination aus THC und CBD erwies sich als am vorteilhaftesten für das Wohlbefinden und die Beruhigung. Den Untersuchungen zufolge hatte es nur geringe nachteilige Auswirkungen.

    Darüber hinaus gaben die Sportler an, Cannabis hauptsächlich bei Erkrankungen wie chronischen Schmerzen und Angstzuständen zu verwenden. Eine Kombination von CBD und THC linderte Schmerzen und Angstzustände stärker als CBD allein.

    Weitere Untersuchungen in Planung

    Die Forschung zum Cannabiskonsum und zu bestimmten Gruppen wird nicht so bald aufhören, da Zeiger und Silvers den Cannabiskonsum in einer demografischeren Perspektive untersuchen möchten.

    „Ältere Erwachsene sind die am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe, die den Cannabiskonsum initiiert. Sie verwenden Cannabis, um zu sehen, ob es bei verschiedenen Krankheiten hilft. Und wir wollen den Nutzen und Schaden von Cannabis bei älteren Erwachsenen untersuchen“, so Zeiger.

    Während sie weiterhin Cannabiskonsumenten untersuchen, interessiert sich Silvers vor allem für die langfristigen Auswirkungen und die Beliebtheit von Cannabisprodukten.

    „Es ist auch wichtig zu sehen, wie Cannabisprodukte, die herausgebracht werden, die Verbraucher beeinflussen. Das Ergebnis kann dazu genutzt werden, um zu sehen, was die Menschen heute und in Zukunft verwenden“, so Silvers.

    Hinweis: In diesem Artikel berichten wir über rezeptpflichtiges CBD oder auch Cannabidiol. Dieser Artikel macht zur möglichen Zweckbestimmung keinerlei Vorschlag. Nutzversprechen bleiben den Apothekern überlassen.

    Autor:Alexandra Latour

    Wer Marihuana raucht, bekommt Heißhunger und nimmt durch die Essattacken zu – daher sollten Cannabis-Konsumenten dicker sein im Vergleich zur Gesamtbevölkerung, würde man wohl annehmen. Eine neue Studie der Michigan State University hat diese Annahme jetzt widerlegt. Die Ergebnisse legen nahe, dass der Konsum des Betäubungsmittels sogar Gewichtszunahme verhindern kann.

    Für die Analyse verwendeten die Forscher bereits bestehende Daten der NESARC (National Epidemiologic Survey of Alcohol and Related Conditions) und verglichen den BMI von 33.000 US-Amerikanern über 18 Jahren über einen Zeitraum von drei Jahren.

    Cannabis kann zu einem gesünderen Gewicht verhelfen

    Dabei stellte sich heraus, dass zwar sowohl Konsumenten, als auch Nicht-Konsumenten in dem gesamten Zeitraum an Gewicht zulegten, die Zunahme aber bei Cannabis-Rauchern geringer war als bei der Gruppe, die den Stoff nicht konsumierte.

    Es zeigte sich außerdem, dass die Konsumenten von Cannabis nicht nur weniger an Gewicht zunahmen, sondern ihr Gewicht auch besser halten konnten als die Nicht-Konsumenten. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Personen gerade erst damit begonnen hatten, es zu konsumieren, oder bereits über einen längeren Zeitraum rauchten.

    Die Ergebnisse legen auch nahe, dass Cannabis zu einem gesünderen Gewicht verhelfen könnte: 20 Prozent der Nicht-Konsumenten galten als fettleibig, während es bei den Konsumenten nur 15 Prozent waren, erklärte Omayma Alshaarawy, die Hauptautorin der Studie.

    Die Gefahren sind wesentlich höher als die Vorteile

    Obwohl die Ergebnisse aufgrund der großen Stichprobe beeindruckend sind, war der gemessene Gewichtsunterschied zwischen den beiden Gruppen nicht besonders groß. Das aktuelle Gewicht der Konsumenten beträgt im Durchschnitt gerade einmal 0,9 Kilogramm weniger als bei den Nicht-Konsumenten.

    Schon aus diesem Grund sollte eine Gewichtsabnahme mittels Cannabis abgelehnt werden. Alshaarawy warnt eindringlich davor, die Betäubungsmittel für den Gewichtsverlust zu verwenden. Die Gefahren und schädlichen Auswirkungen auf den Körper, welche Marihuana mit sich bringen kann, sind deutlich höher als die Vorteile der relativ geringen Gewichtsabnahme, erklärte sie.

    Was der Grund für den Gewichtsunterschied sein könnte, wissen die Forscher bislang nicht. Möglicherweise achten Cannabis-Konsumenten bewusster auf das, was sie essen, aus Angst vor einer Gewichtszunahme nach dem Rauchen. Es könnte aber auch sein, dass das Cannabis selbst zu Veränderungen im Körper führt, sodass eine Zunahme weniger wahrscheinlich wird, sagte Alshaarawy.

    Die Ergebnisse wurden im „International Journal of Epidemiology“ veröffentlicht.

    Vom Kiffen wird werdenden Müttern definitiv abgeraten. Was ist aber, wenn eine Frau mit medizinisch begründeter Cannabis-Medikation schwanger wird? Die Pharmazeutische Zeitung hat beim Berufsverband der Frauenärzte nachgefragt.

    "Wissenschaftliche Studien zum Einsatz von medizinischem Cannabis in der Schwangerschaft und zu den langfristigen Auswirkungen dieser Behandlung auf das Kind existieren nicht", betont der Verband mit Hinweis auf die Leitlinien der US-amerikanischen Kollegen. Eine andere Therapie mit besseren Daten zur Schwangerschaft sei eindeutig zu bevorzugen, heißt es dort.

    "Wenn eine Frau vor dem Eintreten einer Schwangerschaft mit einem Cannabis-Produkt eingestellt ist, wird am besten bereits im Vorfeld in jedem Einzelfall zusammen mit dem behandelnden Facharzt abzuwägen sein, wie der werdenden Mutter am besten geholfen werden kann, die Symptome der Erkrankung auch in der Schwangerschaft sicher zu beherrschen, ohne dem Kind zu schaden", rät der Berufsverband der Frauenärzte.

    Das gelte für medizinische Cannabis-Anwendungen ebenso wie für andere Arzneimittel, die zum Beispiel bei Epilepsien, Depressionen oder Multipler Sklerose verwendet werden. "Auf jeden Fall sollte die Schwangere Arzneimittel nicht selbständig absetzen, sondern sofort mit den behandelnden Ärzten sprechen", warnt der Verband.

    Medizinisches Cannabis gilt als wirksames Mittel gegen Übelkeit, zum Beispiel bei Krebstherapien. Gegen Schwangerschaftsübelkeit ist Cannabis wegen möglicher Schädigungen des Embryos jedoch keinesfalls in Betracht zu ziehen, betonen die deutschen Gynäkologen.

    Der Berufsverband der Frauenärzte hatte kürzlich vor Cannabiskonsum in der Schwangerschaft gewarnt. Es gebe sehr deutliche Hinweise darauf, dass dies die Funktionsweise des kindlichen Gehirns dauerhaft verändere. Zudem zeigt eine aktuelle Studie aus Kanada, dass es unter Cannabiskonsum zu mehr Frühgeburten kommt. Bei medizinischem Cannabis ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis für Mutter und Kind wie bei anderen Medikamenten auch individuell sorgfältig abzuwägen.

    DH/PZ

    Wissenschaftler vom Dana-Farber Cancer Institute der Harvard University konnten jetzt zeigen, dass eine in Cannabis gefundene Chemikalie ein „signifikantes Therapiepotenzial“ bei der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs aufweist.

    Bei dieser Chemikalie handelt es sich um das Derivat aus den Cannabis-Flavonoiden namens FBL-03G. Bei Flavonoiden handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die in zahlreichen Pflanzen, aber auch in Gemüse und Früchten vorkommt. Die Londoner Forscherin Marilyn Barrett entdeckte im Jahr 1986 die Flavonoide aus Cannabis und stufte diese als entzündungshemmend ein.

    Gentechnische Manipulation der Cannabisflavonoide

    Wissenschaftler vermuten schon lange, dass Cannabisflavonoide ein therapeutisches Potenzial haben könnten. Da sie jedoch nur 0,14 Prozent der Pflanze ausmachen, müssten die Forscher riesige Cannabisfelder bepflanzen, um ausreichend große Mengen zu extrahieren. Allerdings fand man jetzt einen Weg, Cannabisflavonoide gentechnisch zu manipulieren, um deren Nutzen zu untersuchen.

    Durchführung und Ergebnisse der Studie

    Die Forscher vom Dana-Farber Cancer Institute beschlossen, das therapeutische Potenzial des Cannabisflavonoids FBL-03G zu nutzen und es im Rahmen ihrer Studie in einem Laborexperiment an einem der tödlichsten Krebsarten zu testen.

    „Die wichtigste Schlussfolgerung ist, dass die tumorgezielte Abgabe von Flavonoiden aus Cannabis sowohl die Abtötung lokaler als auch metastasierter Tumorzellen ermöglichte und das Überleben von Bauchspeicheldrüsenkrebs signifikant steigerte. Dies ist von großer Bedeutung, da Bauchspeicheldrüsenkrebs für aktuelle Therapien besonders resistent ist“, erklärte einer der Forscher namens Wilfred Ngwa laut einem Medienbericht.

    Chemikalie scheint auch gegen andere Krebsarten wirksam zu sein

    Laut Ngwa ist dies die erste Studie, die eine potenzielle neue Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs aufzeigt. Neben der erfolgreichen Zellabtötung stellte der Wissenschaftler fest, dass die Chemikalie FBL-03G in der Lage ist, andere Krebszellen anzugreifen. Dies habe ihn selbst verblüfft.

    „Wir waren ziemlich überrascht, dass FBL-03G das Wachstum von Krebszellen bzw. Metastasen in anderen Körperteilen hemmen kann, die von der Behandlung nicht erfassbar waren“, so Ngwa.

    Dies deute darauf hin, dass auch das Immunsystem beteiligt ist. Aktuell untersuchen die Forscher diesen Mechanismus. Weiter erklärte der Forscher, dass die Ergebnisse der Studie für die Bauchspeicheldrüsenkrebs-Erkrankung bedeuten, dass Flavonoide in der Lage zu sein scheinen, andere Krebszellen abzutöten. Damit könnte die Lebenserwartung der Betroffenen erhöht werden.

    „Wenn die klinischen Studien erfolgreich verlaufen, wird dies einen großen Einfluss auf die Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs haben“, so Ngwa.

    Weitere Untersuchungen sind geplant

    Der nächste Schritt für die Harvard-Forscher ist der Abschluss laufender präklinischer Studien. Von diesen erhofft sich Ngwa, dass sie bis Ende 2020 abgeschlossen sein werden. Damit könnten die Voraussetzungen für die Erprobung der neuen Behandlung beim Menschen geschaffen werden.

    Erst im März dieses Jahres hieß es in den Medien, dass die Anzahl der notfallmäßigen Behandlungen wegen einer Cannabisintoxikation im US-Bundesstaat Colorado gestiegen sei (Leafly.de berichtete). Zu diesen Überdosierungen kam es hauptsächlich durch cannabishaltige Getränke und Speisen. Welche verhaltens- und physiologischen Auswirkungen hat der Verzehr von mit Cannabis angereicherter Nahrung? Dieser Frage sind jetzt die Forscher der Indiana University Bloomington nachgegangen. Dazu stellten sie Mäusen einen THC-Teig, der aus Mehl, Zucker, Salz, Glycerin und THC zur Verfügung.

    In einem Bericht heißt es, dass diese Studie eine der ersten ist, die über den freiwilligen oralen THC-Konsum bei Tieren berichtet. Also eine Methode, die der Art und Weise ähnelt, wie Menschen ein Medikament einnehmen. Die Forscher berichteten, dass die Mäuse weniger aktiv waren, nachdem sie den THC-Teig verzehrt hatten. Außerdem hatten die Mäuse eine niedrige Körpertemperatur.

    THC-Teig hatte unterschiedliche Wirkungen

    Darüber hinaus stellten die Forscher fest, dass die Wirkungen von essbarem THC je nach Geschlecht unterschiedlich waren. Interessant war außerdem, dass die Mäuse freiwillig entscheiden konnten, ob sie den THC-Teig essen. Dabei enthielt der Teig allmählich steigende THC-Dosen.

    Angesichts der wachsenden Beliebtheit dieser Konsummethode in den US-Bundesstaaten, in denen Cannabis legalisiert wurde, sei es wichtig, die gesundheitlichen Auswirkungen des Verzehrs von Cannabis zu verstehen, so die Forscher.

    „Die Leute können Kekse, Süßigkeiten und viele weitere Produkte mit THC kaufen. Früher mussten sie ihre eigenen Brownies herstellen. Jetzt sind mit cannabisinfundierte Nahrungsmittel immer öfter verfügbar“, erklären die Forscher.

    Cannabis-Nahrungsmittel und ihre Nebenwirkungen

    Weiter führten die Forscher aus, dass Cannabis-Nahrungsmittel extreme Nebenwirkungen hervorrufen können. Viele der kommerziell hergestellten Produkte auf Cannabis-Basis haben eine relativ höhere THC-Konzentration als Cannabis-Pflanzenmaterial. In einigen Fällen sind sich die Menschen nicht sicher, wie viel sie von cannabisinfundierten Nahrungsmitteln essen können. Am Ende essen sie mehr als sie sollten.

    Zu den Fragen, die die Forscher mit ihren Studien beantworten möchten, gehört auch die Frage, wie sich cannabisinfundierte Nahrungsmittel auf den Menschen auswirken. Es müsse geprüft werden, ob es langfristige Konsequenzen für jemanden gibt, der wiederholt diese Nahrungsmittel gegessen hat und dann damit aufhört. Außerdem stellt sich die Frage, was passiert, wenn ein Kind versehentlich solch ein Nahrungsmittel isst.

    Autor:Alexandra Latour

    Burlington, Ontario, Brantfort, Ontario- 20. August 2019 - Rapid Dose Therapeutics Corp. (“RDT”) hat heute bekannt gegeben, zusammen mit dem GI Research Institute ("GIRI") und der University of British Columbia ("UBC") unter der Leitung von Dr. Brian L. Bressler, MD, als Principal Investigator mit einer klinischen Studie begonnen zu haben, deren Ziel es ist, die Wirksamkeit einer täglichen Verabreichung von QuickStrip™ Vitamin B12 oralen Dünnschichtstreifen für Patienten mit entzündlicher Darmerkrankung ("IBD") zur Behandlung von Vitamin B12-Mangel zu untersuchen.

    IBD ist eine chronische Magen-Darm-Erkrankung, von der etwa 270.000 Kanadier und mehr als 5 Millionen Menschen weltweit betroffen sind. Sie verursacht Entzündungen, die zu Geschwüren im Darmtrakt und zu einer schlechten Aufnahme essentieller Nährstoffe und Vitamine führen können. Vitamin B12-Mangel wird in der Regel mit Injektionen oder oral eingenommenen Pillen behandelt. Injektionen können für einige Patienten unangenehm sein, während andere Schwierigkeiten beim Schlucken von Pillen haben. Die schnell löslichen QuickStrip™ B12 oralen Dünnschichtstreifen könnten daher eine effektive und praktische Lösung für Personen sein, die eine tägliche B12-Supplementierung benötigen.

    "Wir freuen uns sehr, an dieser klinischen Studie teilzunehmen, die von Dr. Brian Bressler und dem GIRI-Forscherteam initiiert und geleitet wird, da Dr. Bressler einer der führenden kanadischen Wissenschaftler auf dem Gebiet der Gastroenterologie und der Behandlung von IBD ist", sagte Dr. Rina Carlini, VP, Research & Innovation von RDT.

    "Wir freuen uns, an dieser Studie beteiligt zu sein, um zu erfahren, wie diese neue Verabreichung von Vitamin B12 dazu beitragen kann, diesen essentiellen Nährstoff bei Patienten mit IBD effizient und bequem zu ersetzen", sagte Dr. Bressler.

    Die von RDT entwickelte QuickStrip™-Technologie ist ein oral verabreichtes Dünnschichtsystem zur Verabreichung von Medikamenten, durch das Wirkstoffe schnell und direkt in die Blutbahn über die sublinguale oder bukkale Schleimhaut (Mund) abgegeben werden und die Verstoffwechselung des Wirkstoffs im Magen-Darm-Trakt umgangen wird.

    Das mit Pacific Gastroenterology Associates verbundene GI Research Institute mit Sitz in Vancouver, BC, unterstützt die klinische Forschung und hilft bei der Aufklärung über gastrointestinale Erkrankungen.

    Über Rapid Dose Therapeutics

    Rapid Dose Therapeutics, RDT, ist ein kanadisches Life Science-Unternehmen, das eine innovative und proprietäre Technologie zur Verabreichung von Medikamenten anbietet. Ziel ist es, die Behandlungsergebnisse und Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Das Hauptprodukt von Rapid Dose Therapeutics ist QuickStrip™, ein orales, schnell lösliches Verabreichungssystem für Medikamente. RDT ist fokussiert und engagiert in der klinischen Forschung und Produktentwicklung für die Healthcare-Industrie - für die Verabreichung von Nutrazeutika, Pharmazeutika und Cannabis. Im Bereich Cannabis bietet RDT ein schlüsselfertiges Managed Strip Service Programm an, durch das die von RDT entwickelte QuickStrip™ Drug Delivery-Technologie von ausgewählten Kunden lizenziert werden kann. Die mengenbasierten Lizenzverträge von RDT haben hohe wiederkehrende Umsätze zur Folge. Dadurch wird eine rasche Expansion in Schwellenländer ermöglicht, was wiederum Mehrwerte für Verbraucher und Investoren zur Folge hat. Rapid Dose Therapeutics ist bestrebt, kontinuierlich innovative Lösungen zu entwickeln, durch die unterschiedliche Marktsegmente und -bedürfnisse adressiert werden.

    Weitere Informationen auf www.rapiddose.ca

    Autor:Alexandra Latour


    In der Vergangenheit haben bereits einige Studien Hinweise darauf geliefert, dass die Cannabinoide aus der Cannabispflanze vermutlich in der Lage sind, das Wachstum von bösartigen Tumoren zu reduzieren. Anfang August dieses Jahres veröffentlichten Forscher The Laboratory of Cancer Biology and Cannabinoid Research in Haifa, Israel, die Ergebnisse ihrer aktuellen Krebsstudie (Leafly.de berichtete).

    Für diese Studie nutzten die Forscher 12 verschiedene medizinische Cannabissorten, die alle eine unterschiedliche Cannabinoidkonzentration enthielten. Das Ziel der Studie war herauszufinden, wie die einzelnen Cannabinoidkombinationen gegen 12 unterschiedliche Krebslinien wirken.

    In den Ergebnissen heißt es, dass bestimmte Cannabinoide möglicherweise in der Lage sind, den Krebszelltod hervorzurufen. Interessant ist zudem, dass die alleinige Verwendung von THC bei den Laborversuchen keine Wirksamkeit zu haben scheint. Klinische Studien an Patienten fehlen jedoch bisher, um die Ergebnisse dieser Studie zu bestätigen.

    Durchführung der neuen Krebsstudie in Israel

    Der in Tel Aviv gelistete Cannabisproduzent Cannbit Ltd. startet jetzt laut einem Medienbericht eine Krebsstudie, um eine Cannabis-basierte Behandlung für drei aggressive Krebsarten zu testen. Raphael Mechoulam hat dabei den Vorsitz im wissenschaftlichen Beirat von Cannbit. Mechoulam, Professor für medizinische Chemie an der Hebräischen Universität, identifizierte als erster Forscher den psychoaktiven Hauptbestandteil THC von Cannabis.

    Eine Zusammenarbeit erfolgt außerdem mit dem Hadassah University Hospital-Ein Kerem und dem Sheba Medical Center. In die neue Krebsstudie investiert Cannbit 400.000 USD, plus weitere 2 Millionen USD für eine kommerzielle Lizenz.

    Im Gegenzug erhält Cannbit für die Dauer des Patents (25 Jahre) eine exklusive kommerzielle Lizenz für das Medikament. Der Rest der Partner erhält 13 Prozent der zukünftigen Einnahmen, die mit dem Medikament oder einem der Forschungsphasen erzielt werden, heißt es in dem Bericht.

    Die Studie wird Cannabinoide umfassen, die sich bei der Bekämpfung von Melanomen, Neuroblastomen und Glioblastomen als wirksam erwiesen haben. Das Technologietransferunternehmen Yissum der Hebräischen Universität besitzt das geistige Eigentum für die Ergebnisse der Vorstudie. Die Übertragung erfolgt dann später auf Cannbit.

    https://www.leafly.de/neue-krebsstudie-in-israel-geplant/

    Forscher der US-Universität St. Louis haben herausgefunden, dass der Konsum von Marihuana tatsächlich förderlich für den weiblichen Orgasmus ist. Was viele Frauen schon lange vermutet haben, ist nun also wissenschaftlich bestätigt.

    Nicht nur die Orgasmusfähigkeit, sondern auch die Qualität des Orgasmus sei weitaus befriedigender, wenn Frauen vor dem Geschlechtsverkehr Hasch zu sich nehmen. Das ergab eine Studie mit 373 Frauen an der St. Louis University im US-Bundesstaat Missouri.

    Verbesserte Orgasmen mit Cannabis

    Ein Drittel der befragten Frauen gaben an, dass sie vor dem Geschlechtsverkehr Cannabis konsumieren. Der überwiegende Teil der Hasch-Konsumentinnen berichtete, dass sexuelle Lust und Orgasmusqualität zunähmen, Schmerzen beim Sex reduziert werden. Auf die Feuchtigkeit habe der Cannabis-Konsum keine Auswirkungen, so die Forscher in der Zusammenfassung ihrer Studie in der medizinischen Fachzeitschrift Sexual Medicine.

    Die Ergebnisse seien eindeutig, so die Forscher. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau einen befriedigenden Orgasmus erlebe, sei drastisch erhöht, wenn die Frau Cannabis konsumierte. Bei regelmäßig Cannabis einnehmenden Frauen sei es sogar unerheblich, ob sie unmittelbar vor dem Liebesspiel konsumierten, oder nicht.

    Rauchen, essen, dampfen?

    Unklar bleibt, ob die Einnahmeform eine Rolle bei der Orgasmusqualität spiele. Die Studie bietet dazu keinerlei Hinweise. Da viele Menschen nicht so gerne rauchen und Cannabis lieber als Zutat in einem Nahrungsmittel zu sich nehmen, dürfte diese Frage ein interessanter Ausgangspunkt für eine Folgestudie sein.

    Wichtig scheint aber in jedem Fall die Dosierung. Eine zu hohe Cannabis-Konzentration kann zu Ermüdung und zur Abnahme der Libido führen. Auch in St. Louis will man die vorteilhaften Effekte von Cannabis weiter erforschen. Die Wissenschaftler erhoffen sich langfristig Erkenntnisse zu erhalten, die zu einer Behandlung von Sexual- und Orgasmusstörungen führen könnten.


    Die Studie der Universität in St. Louis kann hier aufgerufen werden.

    Sie haben den Titel richtig gelesen - Cannabis könnte eine große Hilfe im Kampf gegen verschiedene Drogenabhängigkeiten sein. Zumindest haben uns mehrere Studien bisher gezeigt, wie sich der nicht-psychoaktive Hauptbestandteil Cannabidiol (CBD) auswirkt.

    Ein Auszug aus einem Bericht aus dem Jahr 2017 über die verschiedenen Wirkungen von CBD nach klinischen Daten beschreibt neben vielen anderen wertvollen Punkten einen Patienten, der wegen Cannabisentzug mit 11-tägiger oraler Einnahme von CBD behandelt wurde. Die Behandlung führte zu einer schnellen und fortschreitenden Verringerung der Entzugs-, Dissoziations- und Angstsymptome, gemessen anhand der Checkliste für Cannabis-Entzugssymptome, des Beck Anxiety Inventory und Beck Depression Inventory Maßstabes (BDI). Leberenzyme wurden ebenfalls täglich gemessen, es wurde jedoch kein Effekt berichtet. Interessanterweise konnte CBD die implizite Aufmerksamkeitsstörung (graving), die durch die Exposition gegenüber Cannabis und Stimuli im Zusammenhang mit Lebensmitteln verursacht wird, reduzieren. CBD könnte dazu beitragen, Suchtstörungen zu lindern, indem die Aufmerksamkeit der Drogenabhängigen verändert wird.


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    Die Ergebnisse umfangreicher Forschungsarbeiten zur Verhinderung eines Rückfalls in den erneuten Drogenkonsum wurden ein Jahr später von einem großen wissenschaftlichen Team veröffentlicht. Für die Tests wurden Ratten mit Alkohol- oder Kokain-Selbstverabreichungshistorie verwendet. Die Ergebnisse belegen das grundsätzliche Unterstützungspotential von CBD bei der Rückfallprävention in zwei Dimensionen: vorteilhafte Maßnahmen in mehreren Anfälligkeitszuständen und langanhaltende Wirkungen mit nur kurzer Behandlungsdauer.

    Eine kleine Studie aus dem Jahr 2019 legt nahe, dass das Verlangen nach Heroin mit Hilfe von CBD stark reduziert werden könnte. 42 Freiwilligen mit Heroinkonsumstörung, die sich jedoch enthalten wollten, wurden visuelle Hinweise gezeigt, die das Verlangen nach Drogen auslösen sollten. Diese Hinweise bestanden aus Videos von Menschen, die Heroin konsumierten, oder aus Gegenständen, die am Drogenkonsum beteiligt waren, wie Spritzen. Teilnehmer, die CBD erhielten, berichteten, dass sie weniger Drogendrang (graving) als Reaktion auf die Anzeichen und weniger Angst hatten als diejenigen, die vor der Sitzung ein Placebo erhielten. Darüber hinaus schienen die Effekte etwas dauerhaft zu sein (bis zu einer Woche), nachdem die Teilnehmer CBD genommen hatten.

    Cannabisradar.de

    Wir sollten nicht vergessen, dass Drogenabhängigkeit eine chronische, rezidivierende Gehirnerkrankung ist und Süchtige aus einer Vielzahl von Gründen weiterhin gefährdet sind. Unterschiedliche sensationelle Signale können jederzeit das Verlangen auslösen. Süchtige sind auch sehr leicht anfällig für Angstzustände, Stress und andere härtere psychische Störungen. CBD scheint zur Reduzierung all dieser Risiken wirksam zu sein.

    All diese Erkenntnisse sind auch Grundlage für die anhaltende medizinische Cannabis-Debatte über den medizinischen Nutzen von nicht-psychoaktiven Cannabinoiden und deren Versprechen für die Entwicklung und Verwendung als Therapeutika. CBD hat Anwendung für die Behandlung von Epilepsie und neuropathischen Symptomen im Zusammenhang mit Multipler Sklerose gefunden. Das therapeutische Potenzial bei der Behandlung zahlreicher neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen ist seit langem bekannt. Die Ergebnisse dieser Studien erweitern das Verständnis des therapeutischen Profils von CBD auf den potenziellen medizinischen Nutzen für die Rückfallprävention bei Substanzstörungen. Die einzigen Dinge, die noch Gegenstand der Forschung sind, sind die richtige Dosierung und mögliche Nebenwirkungen bei der langfristigen CBD-Einnahme.

    Eine andere Studie in Australien, die 2019 im JAMA Internal Medicine veröffentlicht wurde, ergab, dass ein orales Cannabisspray namens Nabiximole in Kombination mit einer kognitiven Verhaltenstherapie dazu beitrug, die Anzahl der Tage, an denen Menschen mit Cannabissucht die illegale Droge rauchten, um etwa 40 Prozent gesenkt werden konnte. Der Hauptautor Conjoint Professor Nicholas Lintzeris von der University of Sydney sagte, die randomisierte 12-wöchige Studie mit 128 Patienten, die zuvor versucht hatten, ihren Cannabiskonsum zu reduzieren, zeigte "ziemlich signifikante" Ergebnisse.

    Löst der Konsum von Cannabis beim Menschen Psychosen aus? Diese Frage stellen sich nicht nur Wissenschaftler, auch in der Öffentlichkeit und unter Politikern wird um dieses Thema immer wieder diskutiert werden und gestritten. Leider basieren die Diskussionen, auch unter Entscheidungsträgern der Politik, nicht immer auf Fakten, sondern auf ideologischen Phrasen.

    Einer der Topkandidaten für den Posten des Bundesdrogenbeauftragten, der Mediziner Stephan Pilsinger, sagte jüngst in einer Bundestagsdebatte, dass Cannabiskonsum einfach dumm macht. Seinem Medizinstudium hat er diese Information sicher nicht entnommen. Aber wir wollen auch nicht leugnen, dass manche Menschen vielleicht psychische Probleme bekommen können, die durch einen extremen Konsum von Cannabis mit verursacht oder begünstigt worden sind.

    Kann Cannabis Psychosen bei gefährdeten Menschen befördern?

    Eine neue Studie liefert nun Erkenntnisse zu den Auswirkungen des regelmäßigen Cannabiskonsums bei Menschen mit hohem Psychoserisiko. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigt, dass die Reaktion auf Dopaminsignale im präfrontalen Kortex bei den Teilnehmern teilweise abstumpfte.

    Daraus schlussfolgern die Wissenschaftler, dass der dauerhafte Konsum von Cannabis bei der untersuchten Risikogruppe die Psychosen auslösen oder fördern kann. Über die Auswirkungen des regelmäßigen Konsums bei psychisch stabilen Menschen kann man aufgrund der Studie jedoch keine Aussagen tätigen.

    Das Risiko betrifft Menschen, die zu Psychosen neigen und ständig Cannabis konsumieren

    Die Analyse der Daten ergab, dass sich bei Patienten, bei denen ein erhöthtes Risiko für Psychosen oder Schizophrenie und ein regelmäßiger Cannabiskonsum zusammenkommen, die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch der psychischen Störungen ansteigt. Die Autoren der Studie sind auf jeden Fall der Ansicht, dass sie gerne weitere Forschung über die Auswirkungen von Cannabis auf die Neurochemie des menschlichen Gehirns betreiben würden, vor allem im Bezug auf Psychose-gefährdete Personen.

    Dr. Romina Mizrahi ist Medizinerin des Centre for Addiction and Mental Health in Toronto und eine der Autorinnen der Studie. Das Ergebnis ihrer Forschung richtet ihren Fokus auf Heranwachsende, deren Gehirn noch nicht vollständig entwickelt ist, und auch an Menschen, die psychisch nicht stabil sind. Diese gehen mit einem übermäßigen Cannabiskonsum besondere Risiken ein.

    Welchen Schaden richtet Cannabis in der Psyche eines gesunden Erwachsenen an?

    Natürlich sollte an der Auswirkung von Cannabis auf den Menschen geforscht werden, solange wir nicht alles wissen. Und wir wissen längst nicht alles. Die moderne Cannabisforschung bekommt erst in den letzten Jahren Aufwind durch die Liberalisierungen in einigen Ländern.

    Da es einige gesunde Menschen in der Mitte der Gesellschaft gibt, die seit Jahrzehnten regelmäßig Cannabis konsumieren, auch Patienten, können wir ausschließen, dass Cannabis dumm macht. Jenseits davon ist es aber sicher von Vorteil, die Auswirkungen von Cannabis auf den menschlichen Körper, besser zu verstehen.

    Mit dem GSAV wurde § 31 Abs. 6 SGB V ergänzt: In Bezug auf die Genehmigungsfrist der Krankenkassen sind Patienten beim Übergang von stationärer zu ambulanter Versorgung nun mit solchen Patienten gleichgestellt, die Cannabinoide im Rahmen einer spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) verordnet bekommen haben.

    Das heißt, dass die Krankenkasse von nun an nur noch drei Tage Zeit hat, über einen Antrag auf Kostenübernahme der ambulanten Weiterführung einer Therapie zu entscheiden, wenn ein Patient stationär auf eine Cannabinoid-Therapie eingestellt wurde. Kann sie diese Frist nicht einhalten, muss sie die Verzögerung schriftlich begründen. Wenn sie die Frist ohne Begründung verstreichen lässt, gilt der Antrag als fiktiv genehmigt und die Therapie kann auf ihre Kosten fortgesetzt werden. Im ursprünglichen Gesetzentwurf zum GSAV sollte die Antragspflicht zur Fortführung eigentlich komplett wegfallen – wurde ein Patient stationär eingestellt, hätte die Therapie ohne eine erneute Genehmigung weitergeführt werden können. Dem stellten sich aber die Kassen entgegen. Ihr Argument: Das würde der Entstehung von Cannabis-Kliniken Vorschub leisten, in denen Patienten nach kurzem Aufenthalt Verordnungen ausgestellt werden, für die die Kassen dann dauerhaft zahlen müssten.

    Bisher betrug die Frist drei Wochen, wurde der MDK eingeschaltet, sogar fünf. „Dies führte häufig zu einer Therapie-Unterbrechung oder sogar zu einem Therapieabbruch bei schwerkranken Patienten“, heißt in einer Mitteilung von Bionorica Ethics. Die neue Regelung hingegen ermögliche nun eine lückenlose Versorgung der Patienten mit Cannabinoiden. Das gelte vor allem, wenn der Antrag auf Kostenübernahme bereits während des Klinikaufenthalts gestellt werde. Zwar müsse der Antrag formal vom Patienten als Versicherungsnehmer gestellt werden, „entscheidend für den Erfolg sind jedoch die Angaben im Arztfragebogen, so dass hier eine neue Aufgabe auf das Entlassmanagement der Klinik zukommt“, so Bionorica Ethics. An den zeitlichen Regelungen in der ambualnten Versorung hat sich indes nichts geändert: Hier sind weiterhin drei ohne und fünf Wochen mit MDK vorgesehen. Dem Vernehmen nach ist die Einschaltung des MDK bei Cannabis-Verordnungen aber eher die Regel als die Ausnahme. Stationäre Cannabis-Verordnungen werden dabei vergleichsweise wenig ausgestellt, größere Verschiebungen sind durch die Gesetzesänderung also eher nicht zu erwarten.

    Bionorica Ethics bildet zusammen mit THC Pharm und C3 Austria die Cannabis-Sparte C3, die im Mai für 226 Millionen Euro vom kanadischen Cannabis-Konzern Canopy gekauft wurde. Bionorica Ethics ist dabei für Dronabinol zuständig, das Cannabinoid wird sowohl als Öl als auch in Kapselform hergestellt und vertrieben. 22 der 27 Millionen Euro Umsatz von C3 entfielen vergangenes Jahr auf Dronabinol, 5 Millionen auf Cannabidiol. Damit hat C3 nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 50 Prozent. Und rechnet mit einem kräftigen weiteren Wachstum: Für 2019 werde ein Umsatz von 43 Millionen Euro erwartet.

    Das GSAV ist nach der Zustimmung des Bundesrats im Juni vergangenen Freitag in Kraft getreten. Bezüglich der Cannabis-Versorgung ist auch eine weitere Neuregelung relevant: Künftig ist nach einmal erfolgter Genehmigung kein erneuter Antrag bei der Krankenkasse im Falle einer Anpassung der Dosierung oder eines Wechsels der Blütensorte notwendig.

    Neben der Neuregelung in der Cannabis-Versorgung soll das Gesetz – wie der Name schon sagt – vor allem die Sicherheit in der Arzneimittelversorgung erhöhen: Als Konsequenz aus dem Zyto-Skandal von Bottrop und den Vorwürfen gegen den Arzneimittelhändler Lunapharm sollen Bundes- und Länderbehörden besser zusammenarbeiten und Apotheken sowie Herstellbetriebe stärker kontrolliert werden. Außerdem wurde das eRezept eingeführt.

    Schinnenburg ließ sich offenbar Neil Armstrong inspirieren, der vor fast genau 50 einen Fuß auf den Mond setzte. Aphrias Bau sei „ein großer Schritt für den Gesundheitsstandort Neumünster“, so der drogenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, „aber ein kleiner Schritt für die medizinische Cannabispolitik“. Was er damit meinte: Das Vorhaben sei löblich, doch die zugelassene Menge reiche nicht aus. „Wir brauchen in Deutschland fünf bis sechs Tonnen pro Jahr“, sagte er. Denn der Bedarf wachse. Die Anlage verringere die Abhängigkeit Deutschlands von Importen, betonte er und erneuerte die Forderung, auch den Export zu legalisieren.

    Bisher werden Aphrias Blüten aus dem Ausland importiert, vor allem vom kanadischen Mutterunternehmen. Mitte April hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bekanntgegeben, dass Aphria, das Unternehmen Aurora und das Berliner Start-up Demecan in Deutschland zusammen künftig mehrere Tonnen Cannabis für medizinische Zwecke anbauen dürfen. 10,4 Tonnen dürfen nun über einen Zeitraum von vier Jahren angebaut werden, rund vier Tonnen davon von Aphria in Neumünster. Entsprechend völkerrechtlicher Vorgaben wird die für Ende 2020 erwartete erste Ernte dann nicht vom BfArM selbst, sondern von dessen 2017 gegründeter Cannabis-Agentur in Besitz genommen. Die wiederum verkauft es dann an Hersteller von Cannabisarzneimitteln, Großhändler und Apotheken.

    Dafür muss Aphria hohe Sicherheitsstandards erfüllen. „Es ist die modernste und sicherste Anlage der Welt“, sagte Geschäftsführer Hendrik Knopp beim Richtfest. Für die mehr als 6000 Quadratmeter große Indoorplantage werden rund 14.000 Tonnen Stahlbeton verbaut, die Wände 24 Zentimeter dick. Hinzu kommen Sicherheitsanlagen wie Bewegungsmelder, eine umfassende Videoüberwachung und strenge Vorgaben zur Arbeitsweise innerhalb der Anlage.


    Von Aussaat bis Ernte werden die Pflanzen in der Anlage kein einziges mal echtes Sonnenlicht sehen. In verschiedenen Kammern der mehr als 6000 Quadratmeter großen Anlagen werden sie mittels aufwendiger Technik im Schnelldurchlauf hochgezüchtet: So wird die Luft drinnen 90 Mal pro Stunde komplett ausgetauscht, bei konstant 23 Grad Celsius und maximal 55 Prozent Luftfeuchtigkeit. Die Mitarbeiter brauchen unter den extrem hellen Lampen des Gewächshauses starke Sonnenbrillen.

    Durch die guten Wachstumsbedingungen soll es im Durchschnitt nur zehn bis elf Wochen dauern, bis die Blüten geerntet werden. In der Natur schaffen die Pflanzen dies nur einmal pro Jahr. „Wir erreichen in dieser Anlage fünf bis sechs Ernten pro Jahr“, erklärt Knopp. „Das schaffen wir, indem wir den Tag-Nacht-Zyklus verkürzen.“

    Danach muss jede Cannabis-Charge wegen möglicher genetischer Veränderungen strenger Vorgaben des BfArM überprüft werden. Denn der Gehalt der Wirkstoffe Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) darf bei nur um bis zu zehn Prozent schwanken. Beide Gehalte sind bei medizinischem Cannabis konstant und variieren nicht so stark wie illegale Produkte im Straßenverkauf. In der Apotheke kostet das Gramm aktuell mehr als 20 Euro. Die weltweiten Produktionspreise liegen zwischen drei und sechs Euro, sagt Knopp.

    In regelmäßigen Abständen werden Studien über die Auswirkung von Cannabis auf das menschliche Gehirn durchgeführt. Gibt eine Untersuchung Grund zur Annahme, dass besonders jugendliche Denkapparate durch den Einfluss von Marihuana negativ verändert werden können, findet man diese Nachricht hierzulande anschließend auf vielen Presseportalenund sie dient als fadenscheiniger Grund sich gegen eine Legalisierung von Canabis zu Genusszwecken auszusprechen, obwohl es nichts an der Verfügbarkeit der auf dem Schwarzmarkt gehandelten Substanz ändert. Werden dagegen anerkannte Untersuchungen veröffentlicht, die davon sprechen, dass die Effekte von Marihuana auf jugendliche Gehirne überschätztworden sind, dass die Gehirnstruktur von Cannabis unangetastet bleibt, oder dass Cannabis kaum negative Auswirkungen auf das Gehirn ausübt, bleiben diese Nachrichten gänzlich unerwähnt. Nun hat eine weitere Studie aus Arizona und Pennsylvania in langer Forschung erneut herausgefunden, dass Erwachsene, die im jugendlichen Alter Cannabis konsumierten, keinen Unterschied in ihrem Gehirn zu Personen besitzen, die gar nicht mit dem natürlichen Rauschmittel in Kontakt kamen. Die Auswirkung von Cannabis auf das Gehirn wurde erneut untersucht und man kam zu dem Schluss, dass der Gebrauch von Weed in jungen Jahren keinen längerfristigen Effekt auf den Denkapparat im Alter hat.


    Die jetzt im Journal Drug and Alcohol Dependence veröffentlichten Forschungsergebnisse der Universität Pittsburgh und der Arizona State University haben zur Überprüfung der Auswirkung von Cannabisgebrauch in jugendlichem Alter auf das Gehirn circa 1000 männliche Teenager zwischen 13 und 19 Jahren beobachtet und an den in verschiedenen Gruppen eingeteilten Personen anschließend im Alter von 30 bis 36 strukturelle Gehirn-Scans durchgeführt. Die Forscher teilten die unterschiedlichen Konsummuster bei den Jugendlichen folgend ein: von keinem Cannabiskonsum (definiert als vier Tage oder weniger) bis zu starkem Konsum (definiert als durchschnittlich 782 Tage Konsum), wobei noch stärker Abstufungen vorhanden waren. Seltener Gebrauch/Nichtgebrauch, Nichtgebrauch, eskalierender Gebrauch oder chronisch häufiger Gebrauch. 14 interessierende Hirnregionen, darunter die Amygdala und den Hippocampus, wurden von den Wissenschaftlern später auf Auffälligkeiten untersucht. Im Ergebnis erläutern die Autoren der zu einem Text verfassten Forschung, dass jugendlicher Cannabiskonsum in einer Stichprobe von Jungen, die prospektiv bis ins Erwachsenenalter rekrutiert wurden, nicht mit veränderter Gehirnstruktur im Erwachsenenalter assoziiert war. Alle Jungen aus den verschiedenen Untergruppen unterschieden sich in keiner interessanten subkortikalen oder kortikalen Region im Bezug auf die Struktur des Gehirns im Erwachsenenalter. Man könne daraus schließen, dass Cannabiskonsum bei Jugendlichen nicht mit strukturellen Hirnunterschieden im Erwachsenenalter verbunden ist.


    „Diese Daten spiegeln die Ergebnisse früherer Arbeiten wider und zeigen, dass selbst einige der häufigsten Cannabiskonsumenten später keine Veränderungen in der Gehirnstruktur aufweisen. Die Untersuchungen sind sehr penibel durchgeführt worden und die Forscher haben das gesamte Gehirn sehr gründlich untersucht. Hoffen wir, dass diese Ergebnisse einige der alarmierenden Schreie verringern können, die in diesem Thema zu oft laut schallten und es in der Regel auch beherrschten“, sagte Mitch Earleywine zu den Erkenntnissen – ein Professor für Psychologie der State University of New York in Albany, der auch bei NORML als Mitglied des Beirates beschäftigt ist.

    im Jahr 2014 hatte ich erstmals einen Patienten mit Akne inversa in meiner Praxis, der gut auf eine Selbsttherapie mit Cannabisprodukten ansprach und dann auch eine Ausnahmeerlaubnis zur Verwendung von Cannabisblüten durch die Bundesopiumstelle erhalten hat. Im Jahr 2015 kam ein zweiter Patient hinzu. Beide kamen erst zu mir, nachdem sie einen unangenehmen Kontakt mit der Staatsgewalt in Form eines Führerscheinentzugs bzw. einer Anklage wegen des illegalen Anbaus von Cannabisprodukten gehabt hatten.




    Bei der Akne inversa handelt es sich um eine Entzündung der Talgdrüsen und der Haarfolikel, also der Einstülpung in der Haut, in der ein Haar wächst. Durch eine Störung der Verhornung der Talgdrüse wird der Ausgang verlegt. Die Haarwurzeln und die Talgdrüsen füllen sich immer mehr mit Hornmaterial an. Es folgt eine Infektion durch Bakterien. Dann entzündet sich die Talgdrüse, und Eiter sammelt sich an. Dann zerreißt irgendwann die Wand der Talgdrüse, und die Entzündung breitet sich im Gewebe aus. Es entstehen schmerzhafte Geschwüre und Abszesse.




    Wie auch bei meinen beiden Patienten sind hauptsächlich die Achselhöhlen, die Gegend um den After, das Gesäß, die Leisten und die Genitalregion betroffen. Nach Schätzungen leiden in Deutschland 200.000 bis 3.000.000 Menschen an der Erkrankung. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Meistens wissen die Betroffenen nicht, dass sie an dieser Erkrankung leiden, da sie oft sehr spät oder gar nicht richtig diagnostiziert wird. Die Ursache der Erkrankung ist unklar. Es gibt eine Veranlagung für die Erkrankung. So waren auch die Brüder, einige Onkel und Nichten eines der beiden Patienten betroffen. Tabakrauchen, Übergewicht und Diabetes sind Risikofaktoren.




    Die üblichen Behandlungen sind die örtliche oder systemische Gabe von Antibiotika, wobei häufig mehrere Antibiotika gleichzeitig gegeben werden müssen. Im Allgemeinen treten immer wieder Abszesse auf, die zum Teil großflächig operativ, zum Teil in Vollnarkose, behandelt werden müssen. Es gibt bisher keinerlei wissenschaftliche Literatur zur Therapie der Akne inversa mit Cannabisprodukten, und mir war bis dahin nicht bekannt, dass THC bei dieser schweren Hauterkrankung helfen kann. Ich habe dann in Internet-Foren einige weitere positive Erfahrungsberichte finden können. Es ist bekannt, dass das Endocannabinoidsystem eine Rolle bei der Bildung von Hautzellen spielt. Dies könnte ein Grund für die Wirksamkeit von Cannabinoiden sein. Auch die entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung von THC und CBD könnte eine Rolle spielen.






    Fallbericht 1




    Der 43 Jahre alte Patient leidet seit etwa 2002 unter rezidivierenden Abszessen im Perianal-, Perigenital- und Leistenbereich. 1999 trat erstmals ein Abszess im Bereich des Steißbeins auf. Die Diagnose wurde allerdings erst 2013 gestellt. Die operative Entfernung dieser Abszesse geht mit Zeiten der Arbeitsunfähigkeit von zwei bis zu mehreren Wochen einher. Akute Krankheitsschübe sind zudem immer mit Schmerzen und deutlichen Einschränkungen seiner Lebensführung assoziiert. Im Jahr 2008 hat der Patient auf Anregung eines Freundes, der an einer entzündlichen Hauterkrankung leidet und von Cannabis profitiert, begonnen, regelmäßig vergleichsweise geringe Mengen an Cannabis zu konsumieren. Dadurch gelang es ihm bei rechtzeitiger Verwendung beim Beginn einer Entzündung und durch eine geringe Prophylaxe – dabei reichte die Einnahme von Cannabis alle zwei Tage – Abszessbildungen weitgehend zu verhindern. Zwischen 2008 und 2013 konnten Abszesse vollständig vermieden werden. Als er Ende 2013 keinen ausreichenden Zugang zu Cannabisprodukten hatte, traten erneut zweimal Abszesse auf. Seinem Antrag auf eine Ausnahmeerlaubnis für die Verwendung von Cannabisblüten wurde von der Bundesopiumstelle stattgegeben.






    Fallbericht 2




    Es handelt sich um einen 44 Jahre alten Mann, der seit dem 13. Lebensjahr unter einer Akne inversa leidet. Darüber hinaus bestehen seit dem Kindergartenalter bis heute eine ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung). Mit etwa 15 Jahren ist er erstmals mit Cannabis in Kontakt gekommen und hat gleich festgestellt, dass sich darunter die Symptome der ADHS wie Nervosität, innere Unruhe, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen und Störungen der Impulskontrolle deutlich besserten, so dass er seither regelmäßig Cannabis konsumiert. Nebenbei stellte er fest, dass sich auch seine Hauterkrankung deutlich besserte. Wenn er genug Cannabis zur Verfügung hatte, traten keine Abszesse auf. Aufgrund seiner schweren Erkrankungen ist er arbeitsunfähig. Zurzeit muss er sich wegen des illegalen Anbaus von Cannabis vor einem Strafgericht verantworten.

    In Deutschland leiden über sechs Millionen Menschen an Diabetes mellitus. Hierunter sind etwa zwei Millionen, die noch gar nichts von ihrer Diabetes-Erkrankung wissen. Weltweit gibt es über 400 Millionen Diabetiker. Aufgrund der ungünstigen Ernährungsgewohnheiten ist der Diabetes mellitus Typ 2 in Europa besonders häufig und gilt als Zivilisationskrankheit. Ungefähr 80 Prozent aller Diabetiker sind stark übergewichtig. Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck sowie ein gestörter Zuckerstoffwechsel gelten dabei als entscheidende Risikofaktoren für die Entstehung eines Diabetes.

    Cannabiskonsum als Auslöser von Diabetes mellitus?

    Vor einigen Jahren stand Cannabis im Verdacht, das Ausbrechen eines Diabetes zu fördern. US-amerikanische Forscher hatten bei einer Befragung von Cannabiskonsumenten festgestellt, dass viele von diesen eine Prädiabetes entwickelt hatten. Bei einem Prädiabetes ist der Blutzuckerspiegel zwar erhöht, er liegt aber noch unter der Diabetes-Schwelle. Es fanden sich jedoch keine Belege dafür, dass der Cannabiskonsum in direktem Zusammenhang mit einem Diabetes steht, weshalb die Ergebnisse der Umfrage auf die Essgewohnheiten der Cannabiskonsumenten mit viel Süßem und kalorienhaltiger Nahrung geschoben wurden.

    Bis heute existieren keine Beweise dafür, dass Cannabis eine Diabetes-Erkrankung auslösen kann. Vielmehr haben die Forschungen gezeigt, dass Cannabiskonsumenten seltener eine Diabetes-Erkrankung entwickeln. Außerdem existieren Hinweise darauf, dass insbesondere das entzündungshemmende Cannabinoid CBD möglicherweise in der Lage ist, den Krankheitsverlauf des Typ-1-Diabetes zu verzögern. Die Kombination aus CBD und THCV kann vermutlich den Fettaufbau in der Leber reduzieren und die Glukoseintoleranz verringern, was sich positiv auf einen Typ-2-Diabetes auswirken könnte.

    Bevor wir jedoch weiter auf die Forschungsergebnisse eingehen, folgt zunächst ein Überblick über die Diabetes-Erkrankung, die häufig auch als „Zuckerkrankheit“ bezeichnet wird. Grund hierfür ist, dass Diabetiker ohne eine Behandlung Zucker im Urin ausscheiden. Den süßlichen Geschmack des Urins nutzten die Mediziner früher, um eine Diabetes-Erkrankung zu diagnostizieren. Zwar ist der medizinisch korrekte Begriff Diabetes mellitus, im allgemeinen Sprachgebrauch wird die Erkrankung aber dennoch häufig Zuckerkrankheit genannt.

    Diabetes mellitus

    Der Diabetes mellitus wird in den Typ 1 und Typ 2 unterschieden. Im Vergleich zum eher seltenen Typ 1 liegt der Typ 2 in ungefähr 95 von 100 Krankheitsfällen vor.

    Darüber hinaus existieren noch die folgenden Sonderformen:

    • Latent autoimmune diabetes with adult onset (LADA) als Sonderform des Typ-1-Diabetes, der erst im Erwachsenenalter auftritt und bei dem die Bauchspeicheldrüse kein oder nicht ausreichend Insulin produziert.
    • Maturity onset diabetes of the young (MODY), der auf einem genetischen Defekt der Zellen beruht, die Insulin produzieren. Diese Diabetes-Sonderform tritt in der Regel vor dem 25. Lebensjahr auf und betrifft ungefähr ein Prozent aller Diabetiker.
    • Pankreopriver Diabetes liegt vor, wenn die Bauchspeicheldrüse geschädigt ist und teilweise oder ganz ausfällt. Mögliche Ursachen dieser Diabetes-Form können beispielsweise eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, chronischer Alkoholmissbrauch, Gallensteine oder Bauchspeicheldrüsenkrebs sein.
    • Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) betrifft ungefähr 4 von 100 Schwangeren. In der Regel bildet sich diese Diabetes-Form nach der Geburt des Kindes wieder zurück.

    Diabetes mellitus und seine Ursachen

    Der Diabetes mellitus Typ 1 beginnt meist schon im Jugendalter und es wird angenommen, dass es sich hierbei um eine Autoimmunerkrankung handelt. Das bedeutet, dass sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper wendet. Außerdem stehen Virusinfektionen wie Mumps oder Röteln sowie bestimmte Erbfaktoren im Verdacht, für die Diabetes-Erkrankung ursächlich zu sein.

    Beim Diabetes mellitus Typ 2 ist die Ursache hingegen eine gestörte Insulinwirkung an den Zellen. Nach einer Mahlzeit schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus. Liegt ein Diabetes Typ 2 vor, so reagieren die Zellen entweder nicht ausreichend oder gar nicht auf das Insulin, da sie resistent geworden sind. Aus diesem Grund steigt der Blutzuckerspiegel bei Diabetikern nach dem Essen stark an, denn die Körperzellen können die Glukose nicht aus dem Blut aufnehmen.

    Die Ursachen für eine solche Insulinresistenz kann eine dauerhaft gesteigerte Zufuhr von Nahrung sein, die dann zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führt. Infolge der erhöhten Glukose-Konzentration im Blut reduziert sich die Zahl der Insulinrezeptoren, sodass sie weniger empfindlich für das Insulin werden.

    Zwar bildet die Bauchspeicheldrüse beim Diabetes Typ 2 Insulin und gibt dieses auch ins Blut ab, aufgrund der Insulinresistenz reicht die Menge jedoch nicht für eine Blutzuckerspiegelsenkung aus. Es kommt dann zu einem relativen Insulinmangel. Obwohl das Insulin vorhanden ist, reagieren die Zellen aber nicht ausreichend hierauf.

    Zu Beginn der Erkrankung läuft die Bauchspeicheldrüse noch auf Hochtouren und versucht, den relativen Insulinmangel auszugleichen, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Im weiteren Krankheitsverlauf nimmt die Funktionstätigkeit der Bauchspeicheldrüse jedoch ab, sodass der Blutzuckerspiegel steigt.

    Darüber hinaus spielen beim Diabetes Typ 2 auch Erbfaktoren eine Rolle. Das Erkrankungsrisiko bei Kindern mit einem Elternteil, der an Diabetes Typ 2 leidet, beträgt bis zu 50 Prozent.

    Diabetes mellitus und seine typischen Symptome

    Zu Beginn einer Diabetes-Erkrankung treten kaum oder gar keine Symptome auf.

    Erst im fortgeschrittenen Stadium können sich Beschwerden äußern, wie zum Beispiel:

    • Abgeschlagenheit
    • starker Durst
    • Heißhunger
    • Juckreiz
    • Sehstörungen
    • vermehrtes Wasserlassen
    • erhöhte Infektanfälligkeit

    Diabetes mellitus Typ 1 und 2: Symptome

    Der Diabetes mellitus Typ 2 verursacht in der Regel zu Beginn keine Beschwerden, weshalb er meist erst im späteren Krankheitsverlauf zufällig bei einer Routineuntersuchung entdeckt wird oder aber dann, wenn sich bereits Folgeschäden zeigen.

    Da ältere Menschen sehr viel häufiger vom Typ-2-Diabetes betroffen sind, wird diese Erkrankung umgangssprachlich auch „Altersdiabetes“ genannt. Inzwischen erkranken jedoch auch immer häufiger jüngere Menschen an diesem Diabetes-Typ. Vom Diabetes-Typ-1 sind hingegen eher Jugendliche betroffen.

    Auch beim Diabetes-Typ-2 äußern sich die Symptome oft erst später und meist erst dann, wenn zu 80 Prozent der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse durch die Erkrankung zerstört wurden. Infolge dessen kann die Bauchspeicheldrüse den Mangel an Insulin nicht mehr ausgleichen. Mitunter kann es vorkommen, dass die Blutzuckerwerte bei diesem Diabetes-Typ sehr hoch ansteigen, wodurch der Betroffene in ein diabetisches Koma fallen kann. Kurz vor der Bewusstlosigkeit nehmen Betroffene meist den Geruch der Ausatemluft nach Aceton (überreifes Obst oder Nagellackentferner) wahr.

    Mögliche Folgeschäden einer Diabetes-Erkrankung

    Im Laufe der Zeit kann eine Diabetes-Erkrankung zu Folgeerkrankungen führen. Um diesen Folgeschäden vorzubeugen, ist es wichtig, dass Diabetiker ihren Blutzucker konsequent einstellen und darüber hinaus auf eine gesunde Lebensweise achten.

    Diabetische Mikroangiopathie (Schädigung der kleinen Blutgefäße)

    Wenn der Blutzucker dauerhaft erhöht ist und der Blutzucker nicht richtig eingestellt wird, kann das die kleinen Blutgefäße schädigen. Im Rahmen einer diabetischen Mikroangiopathie können Blutungen auftreten, da die Gefäßwände durchlässig werden. Möglich sind zudem Verdickungen an den Gefäßwänden, infolge dessen es zu Durchblutungsstörungen und Gefäßverschlüssen kommen kann. Besonders häufig entwickelt sich eine diabetische Mikroangiopathie an den folgenden Körperstellen bzw. Organen:

    • Netzhaut des Auges (diabetische Retinopathie): Wenn die kleinen Blutgefäße im Auge dauerhaft geschädigt werden, wird die Netzhaut schlecht durchblutet. Der Augenhintergrund verwandelt sich durch die Gefäßveränderungen und es bilden sich Narben, die wiederum zu Sehstörungen führen können. Auch eine Erblindung ist möglich.
    • Nieren (diabetische Nephropathie): Die Nieren werden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen, wenn die Blutzuckerwerte über einen längeren Zeitraum schlecht eingestellt sind. Bei der diabetischen Nephropathie handelt es sich sogar um eine weit verbreitete Folgeerkrankung. Im schlimmsten Fall kann eine solche Nierenschädigung zum Nierenversagen führen, die dann eine regelmäßige Dialyse (Blutwäsche) erforderlich macht. Ebenso besteht eine erhöhte Bluthochdruck-Gefahr.

    Diabetische Neuropathie

    Bei dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerten leiden auch die Nerven. Werden diese aufgrund der geschädigten Blutgefäße nicht mehr ausreichend versorgt, können Missempfindungen wie Kribbeln („Ameisenlaufen“), veränderte Temperaturwahrnehmung (Gefühl von kalten Füßen), Schmerzen oder ein Brennen an den betroffenen Körperstellen auftreten. Besonders häufig sind bei Diabetikern die Arme, Beine und Füße von einer Neuropathie betroffen.

    Diabetischer Fuß

    Der diabetische Fuß ist eine der wohl am häufigsten vorkommende Komplikation bei einer Diabetes-Erkrankung. So können sowohl Nervenschäden als auch Durchblutungsstörungen in den Füßen zu Wunden und Geschwüren führen, die schlecht heilen. Bereits kleinste Verletzungen haben oftmals langwierige Beschwerden zufolge.

    Diabetische Makroangiopathie (Schädigung der großen Blutgefäße)

    Wenn die großen Blutgefäße durch den Diabetes geschädigt werden, kann dies zu unterschiedlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen, da die Erkrankung die Arterienverkalkung (Arteriosklerose) in den großen Blutgefäßen beschleunigt. Im Zusammenhang mit verschiedenen anderen Erkrankungen, wie zum Beispiel Herzinfarkt, koronare Herzkrankheiten oder Schlaganfall, oder auch diversen Risikofaktoren wie Übergewicht und Rauchen, steigt das Risiko für eine Arterienverkalkung.

    Menstruationsstörungen/Erektionsstörungen

    Bei Frauen können durch die Durchblutungsstörungen und Nervenschäden, die im Rahmen der Diabetes-Erkrankung auftreten, Menstruationsstörungen wie das Ausbleiben der Monatsblutung auftreten. Bei Männern kann es zu Potenzproblemen und Erektionsschwierigkeiten kommen.

    Diabetes mellitus: Diagnose

    Die Diagnose erfolgt anhand der Blutzuckerwerte. Normalerweise liegt der Blutzucker im Blutplasma unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l). Nach dem Essen steigt der Blutzucker nicht höher als 140 mg/dl (7,8 mmol/l).

    Ein Diabetes kann vorliegen, wenn folgende Blutzuckerwerte erreicht werden:

    • Gelegenheitsblutzucker von mehr als 200 mg/dl (11,1 mmol/l) sowie klassische Symptome
    • Blutzucker im nüchternen Zustand von über 126 mg/dl (7,0 mmol/l)
    • HbA1c-Wert (Langzeitblutzucker) von über 6,5 Prozent
    • oGTT-2-Stundenwert (Glukosetoleranztest) von über 200 mg/dl

    Über einem Blutzuckerwert von ungefähr 180 mg/dl schütten die Nieren die überschüssige Glukose über den Urin aus (Nierenschwelle). Deshalb kann ein Urin-Test Hinweise auf eine Diabetes-Erkrankung liefern. Das Gleiche gilt für das Vorhandensein von Ketonkörpern im Urin, die ebenfalls über einen Urin-Teststreifen nachgewiesen werden können. Allerdings werden derartige Urinstreifen nur noch selten zur Diagnosestellung genutzt.

    Diabetes mellitus: Therapie und Behandlung

    Welche Therapie zum Einsatz kommt, hängt davon ab, ob der Diabetes Typ 1 oder 2 vorliegt. In beiden Fällen kann der Patient jedoch maßgeblich zum Erfolg der Therapie beitragen, indem er verantwortungsvoll mit seinem Körper umgeht. Zwar ist eine Diabetes-Erkrankung nicht heilbar, mithilfe einer entsprechenden Therapie lässt sich der Blutzuckerspiegel jedoch gut einstellen. Die konsequente Kontrolle des Blutzuckers beugt zudem Folgeerkrankungen vor.

    Diabetes mellitus Typ 1: Therapie

    Für Diabetiker des Typ 1 ist es lebensnotwendig, Insulin regelmäßig zu spritzen. Zur Verfügung stehen kurzwirksames Insulin (Insulinanaloga) sowie langwirksames Normalinsulin. Spezielle Diabetes-Medikamente (Antidiabetika) sind hier unwirksam.

    Diabetes mellitus Typ 2: Therapie

    Für Diabetiker des Typs 2 steht hingegen ein breites Therapiespektrum zur Verfügung. Oftmals hängt die Diabetes-Erkrankung mit Fettleibigkeit und Übergewicht zusammen, sodass eine Umstellung der Lebens- und Essgewohnheiten mit körperlicher Bewegung und ausgewogener Ernährung unbedingt notwendig ist. Im frühen Stadium kann ein gestörter Glukosestoffwechsel auch häufig ohne entsprechende Medikamente normalisiert werden.

    Sollten diese Maßnahmen jedoch nicht ausreichen, werden orale Antidiabetika verordnet. Wirken die Medikamente nur unzureichend oder ist die Bauchspeicheldrüse erschöpft, kann eine Insulintherapie notwendig sein, um die Blutzuckerwerte zu senken.

    In Abhängigkeit davon, wie weit die Diabetes-Erkrankung bereits fortgeschritten ist, können unterschiedliche Therapiestufen erforderlich sein:

    • Stufe 1 (Basistherapie): Der Patient wird darin geschult, seine Lebens- und Ernährungsweise umzustellen. Medikamente werden in der Basistherapie nicht verordnet.
    • Stufe 2: Sollten die Maßnahmen aus der Basistherapie nicht die gewünschten Erfolge erzielen, werden zusätzlich Medikamente gegeben, um den Blutzuckerspiegel zu senken. In der Regel handelt es sich um das Medikament Metformin.
    • Stufe 3: Wenn der Blutzuckerspiegel mithilfe der Stufe 1 und 2 nicht ausreichend gesenkt werden kann, kommt ein zweites Medikament oder aber eine Therapie mit Insulin zum Einsatz.
    • Stufe 4: Bei einigen Diabetikern ist es sinnvoll, weitere Insulin- und Kombinationstherapieformen anzuwenden.

    Diabetes mellitus: Krankheitsverlauf und Prognose

    Sowohl der Krankheitsverlauf als auch die Prognose hängen davon ab, wie gut der Blutzuckerspiegel langfristig eingestellt werden kann. Bei einer frühzeitigen Diagnose und Behandlung, ist die Prognose gut. Hingegen reduziert ein schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel die Lebensqualität und die Lebenserwartung.

    Der Krankheitsverlauf wird auch durch die Folgeerkrankungen bestimmt, die durch die geschädigten Gefäße auftreten. Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenversagen gehören zu den häufigsten Todesursachen von Diabetikern.

    Kann Medizinalhanf eine Diabetes-Erkrankung positiv beeinflussen?

    Forscher der University of Nebraska berichteten im Rahmen ihrer Studie aus dem Jahr 2013, dass es nur wenige Daten über die Beziehung zwischen Stoffwechselvorgängen im Körper und Cannabinoiden gebe. Epidemiologische Studien haben den Forschern zufolge eine niedrigere Prävalenzraten von Übergewicht und Diabetes mellitus bei Cannabiskonsumenten im Vergleich zu Personen, die noch nie Cannabis konsumiert haben, ergeben. Dies ließe auf einen Zusammenhang zwischen peripheren Stoffwechselvorgängen und Cannabinoiden schließen.

    In die Untersuchung wurden zwischen den Jahren 2005 und 2010 insgesamt 4 657 erwachsene Frauen und Männer aufgenommen und zu ihrem Cannabiskonsum befragt. Außerdem wurde den Probanden Blut abgenommen, um u.a. die Insulinresistenz zu bewerten.

    Die Cannabiskonsumenten hatten den Forschern zufolge eine um 16 Prozent niedrigere Nüchterninsulin-Konzentration im Blut als die Studienteilnehmer, die Cannabis noch nie probiert hatten. Auch die Insulinresistenz-Konzentration war bei den Cannabiskonsumenten niedriger als bei den Nichtkonsumenten.

    Noch interessanter ist eine Studie aus dem Jahr 2016, die an der University of Nebraska durchgeführt wurde. Die Forscher berichteten, dass die nicht-psychoaktiven Cannabinoide Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabivarin (THCV) den Lipid- und Glukosestoffwechsel in Tiermodellen beeinflusst hatten. In ihrer Studie untersuchten sie die Auswirkungen auf Patienten mit einem Typ-2-Diabetes.

    In dieser randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie wurden 62 Patienten mit Typ-2-Diabetes für 13 Wochen mit unterschiedlich hohen CBD- und THCV-Dosen behandelt. Im Vergleich zur Placebo-Gruppe reduzierte THCV signifikant die Nüchternplasmaglukose und verbesserte die pankreatische Zellfunktion. Laut den Forschern könnte THCV ein neues therapeutisches Mittel zur glykämischen Kontrolle bei Patienten mit Typ-2-Diabetes darstellen.

    Cannabis gegen Übergewicht?

    Ein starkes Übergewicht ist immer mit einem erhöhten Diabetesrisiko verbunden. Interessanter Weise wurden Studien durchgeführt, in denen der Zusammenhang zwischen Übergewicht und dem Konsum von Cannabis untersucht wurde. An der University of California fanden Forscher im Jahr 2006 heraus, dass es zwischen dem Cannabiskonsum und einer Gewichtsveränderung keinen Zusammenhang gibt.

    Hingegen zeigen die Ergebnisse zweier großer Umfragen, die von der University at Buffalo und dem Centre for Addiction and Mental Health in Kanada durchgeführt wurden, dass Cannabiskonsumenten nicht nur einen niedrigeren Body-Mass-Index (BMI) hatten, sondern auch weniger von Übergewicht betroffen waren als Nichtkonsumenten und das, obwohl die Cannabiskonsumenten durchschnittlich mehr Kalorien zu sich nahmen.

    CBD als Schutz für Typ-1-Diabetes?

    Die Zusammenhänge zwischen Übergewicht, Diabetes und Cannabis sind noch nicht eindeutig geklärt. Dennoch scheint Cannabis Auswirkungen auf das Körpergewicht zu haben. Hinweise hierfür finden sich in einer Studie von der Nelson Mandela Metropolitan University in Südafrika aus dem Jahr 2012.

    Nachdem übergewichtigen Laborratten ein Cannabisextrakt verabreicht wurde, zeigte sich ein deutlicher Gewichtsverlust. Außerdem nahm die Bauchspeicheldrüse an Gewicht zu. Die Forscher vermuteten, dass die für die Insulinproduktion verantwortlichen Betazellen der Bauchspeicheldrüse durch die Cannabinoide auf eine noch unerklärliche Weise geschützt wurden. Die Ergebnisse dieser Studie könnten also einen Ansatz bieten, hier weiter zu forschen, insbesondere in Bezug auf den Typ-1-Diabetes. Durch die Autoimmunreaktion werden die Betazellen zerstört, sodass die Erkrankung möglicherweise mithilfe von Cannabinoiden eingedämmt werden könnte.

    Interessanter Weise hatten Forscher des Hadassah Hebrew University Hospitals in Jerusalem bereits im Jahr 2008 nach ihren Untersuchungen an nicht übergewichtigen und Diabetes neigenden Mäusen, die mit CBD behandelt wurden, darauf hingewiesen, dass CBD möglicher Weise als therapeutisches Mittel zur Behandlung des Diabetes Typ 1 verwendet werden könnte.

    Cannabinoide gegen die Beschwerden einer diabetischen Polyneuropathie

    Die diabetische Polyneuropathie ist eine mögliche Folgeerkrankung des Diabetes. Es handelt sich hierbei um eine Nervenstörung, die häufig an Händen und Füßen auftritt, aber auch jede andere Körperregion betreffen kann. Schmerzen und Taubheitsgefühle sind nur einige Symptome, die solch eine Nervenstörung verursachen kann.

    Im Jahr 2009 untersuchten Forscher der University of Milano-Bicocca den schmerzlindernden Effekt des Cannabinoids Cannabidiol (CBD) an Ratten, die an einer diabetischen Polyneuropathie litten. Durch die wiederholte Gabe des CBD-Extraktes konnte das abnormale Gefühl von mechanischen Schmerzen (Allodynie) nicht nur signifikant gelindert werden, sondern auch die normale Schmerzwahrnehmung wurde wieder hergestellt, ohne dass eine Hyperglykämie ausgelöst wurde. Weiter heißt es in den Ergebnissen, dass die Leber vor oxidativem Stress geschützt wurde, was für die Entstehung einer Polyneuropathie ein wichtiger Faktor zu sein scheint.

    Weitere interessante Studien über die Effekte von Cannabis auf eine Polyneuropathie haben wir bereits in dem Artikel „Wie hilfreich ist Cannabis als Medizin bei einer Polyneuropathie?“ aufgeführt.

    Cannabinoide zur Behandlung der diabetischen Retinopathie (DRP)

    Die diabetische Retinopathie (Mikroangiopathie der Netzhaut) ist in den Industrieländern die Hauptursache für Erblindungen im mittleren Alter. Nahezu alle Diabetiker sind im Laufe ihres Lebens von ihr betroffen. Es wird angenommen, dass oxidativer Stress sowie verschiedene entzündungsfördernde Immunreaktion beim Absterben der Netzhautzellen eine bedeutende Rolle spielen.

    Forscher des Departments of Pharmacology and Toxicology Georgia verabreichten diabetischen Laborratten im Jahr 2006 das Cannabinoid CBD. Nach der Behandlung zeigte sich, dass sich die Neurotoxizität und der oxidative Stress reduziert hatten. Zudem reduzierte sich die Konzentration des Tumornekrosefaktors –a. Hierbei handelt es sich um eine Substanz, die an der Entzündungsreaktion beteiligt ist und vor dem Absterben der Netzhautzellen schützt.

    Im Jahr 2010 führten Wissenschaftler des Departments of Ophthalmology, ebenfalls vom Medical College of Georgia, aus, dass die Behandlungsmöglichkeiten für eine diabetische Retinopathie begrenzt seien. Die Entdeckung neuer molekularer Einheiten mit adäquater klinischer Aktivität für die diabetische Retinopathie bleibe eine der wichtigsten Forschungsprioritäten in der Augenheilkunde. Man konzentriere sich auf die therapeutischen Wirkungen von Cannabidiol (CBD) als neuartige therapeutische Modalität in der Augenheilkunde basierend auf systematischen Studien in Tiermodellen von entzündlichen Netzhauterkrankungen einschließlich diabetischer Retinopathie.

    Ein besonderer Schwerpunkt liege dabei auf neuartigen Mechanismen, die präklinisch die pharmakologische Aktivität von CBD beleuchten können. Diese umfassen ein Selbstverteidigungssystem gegen Entzündung und Neurodegeneration, das durch die Hemmung des äquilibrierenden Nukleosidtransporters und die Aktivierung des Adenosinrezeptors durch Behandlung mit CBD vermittelt wird.

    Neue Studienergebnisse der Forscher liegen bisher noch nicht vor. Die bisherigen Ergebnisse dürfen jedoch als vielversprechend bezeichnet werden.

    Hinweis: In diesem Artikel berichten wir über rezeptpflichtiges CBD oder auch Cannabidiol. Dieser Artikel macht zur möglichen Zweckbestimmung keinerlei Vorschlag. Nutzversprechen bleiben den Apothekern überlassen.

    Quellen:

    Autor:Alexandra Latour

    In der Dokumention begleitet das Filmteam des NDR einen Drogenfahnder in Hamburg bei der Observation eines einschlägig bekannten Parks, in dem hauptsächlich Marihuana verkauft wird. Im weiteren Verlauf werden auch Positivbeispiele aus den USA gezeigt und wie eine Legalisierung zur Entkriminalisierung beitragen kann. Die Doku zeigt aber ganz klar auf: die Strafverfolgung von Drogendelikten im Cannabis-Umfeld wird immer absurder, den am Ende des Tages wird der Dealer mehrfach verhaftet aber immer wieder auf freien Fuß gesetzt. Der dazu betriebe Aufwand im Sinne von Zeit und Personalkosten ist immens und selbst nach Aussage des Kriminalbeamten nicht mehr tragbar. Die wohl zentrale Frage der Dokumentation, die aber auch zum Ende natürlich nach wie vor offen bleibt: “Wollen wir weiterhin eine unsinnige Kontrolle und Strafverfolgung, oder eine Freigabe mit strikter Altersbeschränkung?”



    https://www.ndr.de/fernsehen/s…r-alle,sendung473966.html

    Hanf und Cannabis werden längst nicht mehr nur als Rauschmittel eingesetzt! Schon sehr lange hält Cannabis unaufhaltsam Einzug in die moderne Medizin, weil Forscher immer mehr Vorteile gegenüber herkömmlichen Therapiemethoden oder Medikamenten finden.


    Cannabis als Medikament einzusetzen kommt auch immer mehr in der traditionellen Medizin auf die Tagesordnung. Die Dokumentation “Cannabis auf Rezept” setzt sich mit der sehr weit gefächerten Thematik sehr objektiv auseinander und zeigt auf, wo Vor- und Nachteile liegen.

    Beim Umgang mit Cannabis vollzieht sich derzeit ein erstaunlicher Wandel: In immer mehr Ländern wird die Substanz für medizinische Zwecke zugelassen. Die Liste der Krankheiten, die Cannabis angeblich heilen kann, ist lang: multiple Sklerose, Epilepsie, chronische Schmerzen und sogar Hirntumore. Doch wie ist der Stand der Cannabis-Forschung tatsächlich?

    Irgendwie ist die Tatsache schon auch lustig, dass Senioren die am schnellsten wachsende Kundengruppe für Cannabisprodukte sind. Jahrzehntelang haben sie sich entweder vehement gegen die Legalisierung ausgesprochen und das Wunderkraut verteufelt, oder sie haben bis dato (vermutlich heimlich kiffend) warten müssen, dass die Legalisierung endlich in Kraft tritt. Umso schöner, dass es scheinbar eine Menge älterer Menschen gibt, die das Genussmittel Hanf nun (wieder) für sich entdecken.

    kiffende Senioren in den USA

    Laut Magazin VICE gibt es in den USA sehr viele Senioren, die sich für Cannabis interessieren oder es sogar bereits konsumieren bzw. wegen medizinischen Eigenschaften gerade in der Schmerztherapie einsetzen. Im Artikel “Getting stoned with senior citizens in Seattle” beschreiben die VICE-Redakteure, wie sie die alten Menschen in einem Seniorenwohnheim bei ihren Ausflügen in die Dispensarys begleitet haben.

    Das Interessante daran: die Touren zu den Marihuana-Shops werden nicht von den Senioren selber, sondern von der Heimleitung organisiert. Die VICE-Redaktion war dabei, als einige Bewohner eine Einführung in das Thema Cannabis bekommen haben, hat miterlebt, was die Senioren in den Dispensarys einkaufen, wie sie konsumieren und konnten ein ältere Dame beim Rauchen eines Joints (gegen ihre chronische Erkrankung) filmen. Eine Kurzdoku, die wirklich Spaß macht.


    Hanf und Cannabis sind auf dem Vormarsch! Das kann und sollte niemand mehr bestreiten und die aktuellen weltweiten Entwicklungen alleine im Jahr 2018 zeigen dies mehr als deutlich. Legalisierungswellen in der ganzen Welt: Kanada, Südafrika, Luxemburg und weitere US-Bundesstaaten haben begonnen den Cannabis-Konsum zu entkriminalisieren. Doch wie wird sich der boomende Markt und das Thema Kiffen in Zukunft entwickeln? Diese Doku gibt einen Ausblick.

    Dokumentation: High Country - die Zukunft des Kiffens

    Eine groß angelegte Studie hat jetzt allerdings herausgefunden, dass Menschen die (regelmäßig) Cannabis konsumieren ein aktiveres und positiveres Sexualleben führen.

    Kiffer sind müde, träge, lethargisch und viel zu faul überhaupt irgendwas zu tun: so sieht zumindest das Klischee in den Köpfen vieler Menschen aus. Dass dem ganz und gar nicht so ist, hat jetzt eine große Studie zum Cannabiskonsum in Zusammenhang mit dem Sexualleben herausgefunden.

    In der Studie aus dem Jahr 2017, die im “Journal of Sexual Medicine“ veröffentlicht wurde, haben Wissenschaftler herausgefunden, dass der Konsum von Cannabis sogar zu einem gesteigerten Sexualverhalten führt. In Zahlen: Cannabiskonsumenten haben bis zu 20% mal mehr Sex als Menschen, die nicht kiffen!

    Das “Center of Desease Control” in den USA hat insgesamt 60.000 Menschen befragt (22.000 Männer und 28.000 Frauen) und die Daten dann an die Stanford University übergeben, wo sich Experten um die entsprechende Auswertung gekümmert haben.

    Mit folgendem Resultat:

    Es gibt keinen wissenschaftlich nachweisbaren Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und reduzierter Libido.

    Cannabis beeinflusst das Sexualleben positiv

    Wer ein wenig im Statistik-Unterricht oder in der Vorlesung aufgepasst hat, weiß aber natürlich auch, dass das nicht im Umkehrschluss auch heißen muss, dass der Sexualtrieb dann automatisch gesteigert sein muss. Aber auch das konnten die Wissenschaftler der Stanford-University wissenschaftlich belegen:

    Häufiger Marihuanagebrauch dürfte die sexuelle Motivation oder Leistung nicht beeinträchtigen. Wenn überhaupt, ist damit eine erhöhte Koitalfrequenz verbunden.

    Wer das alles nicht glaubt und/oder im Detail nachlesen möchte, der kann das hier https://med.stanford.edu/news/…e-linked-to-more-sex.html und hier https://www.businessinsider.de…uf-das-sexualleben-2018-9 tun.

    Korrelation vs. Kausalität

    Aufgepasst: Es besteht zwar eine wissenschaftlich nachgewiesene Korrelation zwischen Cannabiskonsum und Sexualfrequenz, aber eine Kausalität ist keineswegs in Sicht. D.h. im Klartext: bei vielen Konsumenten regt der Hanf-Konsum den Sexualtrieb an, aber nicht jeder der kifft hat auch mehr Lust!