Der totale Wahnsinn in Deutschland: Opium statt Cannabis!

  • Quelle: https://hanfjournal.de/2019/10…vFigxOQ0ulOb2xh2B4r8v1e0M

    Gibt es eine deutsche Opioid-Krise?


    Wieder einmal rauschte es recht heftig im deutschen Blätterwald. Die Kommentator*innen bekannter überregionaler Tageszeitungen und wöchentlich erscheinender Hochglanz-Magazine rieben sich vor lauter Vergnügen die Hände und ihre Artikel troffen voller Sarkasmus und Schadenfreude. Was war denn nur passiert? Der in Deutschland einen schweren Stand besitzende US-Präsident Donald Trump musste den nationalen Notstand erklären. Der Grund wäre beinahe makaber, wenn die Geschichte nicht so traurig wäre: Die Vereinigten Staaten von Amerika werden bzw. wurden von einer Opioid-Krise epischen Ausmaßes erschüttert. Doch dann schlug das Pendel der Schadenfreude zurück, denn kurz darauf schrillten aber auch in Deutschland die Alarmglocken. Nach einem kurzen Aufflackern des Themas in der Presse erlosch es aber sofort wieder.


    Als 2018 die Opioid-Krise in den USA einen Höhepunkt erreichte, lehnten sich die deutschen Journalist*innen genüsslich zurück und kommentierten das Geschehen in einer Art und Weise, die nicht gerade von sportlicher Fairness oder Souveränität zeugt. Die Zahl der Toten und der Überdosen in den USA durch den übermäßigen Konsum von verschreibungspflichtigen Opioiden verbuchte einen traurigen Rekord. Todesfälle und Überdosen bildeten nun nicht mehr die Ausnahme, sondern eher die Regel. Der US-amerikanische Präsident Donald Trump bemühte den Vergleich, dass die Krise so schlimm sei, als ob jeden Tag eine voll besetzte Boeing abstürzen würde. Insbesondere die starken Opium-Derivate Oxycodon, Oxycontin und Fentanyl zeichneten sich für die Gesundheitskrise verantwortlich.

    Zügig war ein Schuldiger identifiziert. US-amerikanische Pharmakonzerne hatten sich durch aggressive Werbestrategien im Wettrennen um die Futtertröge am Pharmamarkt hervorgetan und das schnell eine hohe Toleranz bildende und hochgradig süchtig machende Schmerzmittel Oxycodon dauerhaft und nachhaltig am Markt etabliert.

    US-Amerikaner wollen in erster Linie den Konsum. Und dabei möchten sie ein möglichst starkes „Material“, das sein Geld auch wert ist: Die Qualität der Drogen beziehungsweise verschreibungspflichtigen Arzneimittel muss stimmen.

    In den USA entfällt weitgehend die Stigmatisierung von Drogensüchtigen, wie sie zum Beispiel hierzulande noch gängig ist, da beinahe jede Familie in den Staaten von Drogen-Schicksalen betroffen ist. Die Opioid-Krise zeichnete sich dadurch aus, dass Drogensüchtige sich ihren Stoff nicht auf der Straße besorgen. Die mit dem Straßenkauf verbundenen Gefahren scheinen zunächst ausgeschlossen zu sein, wenn der Konsument sich seinen Stoff auf Rezept von einem niedergelassenen Arzt verschreiben lässt. In der Regel wurden diese Medikamente unter klinisch-sterilen Bedingungen hergestellt und sie wurden weder gestreckt noch verunreinigt. Ein Problem entsteht dann, wenn die Süchtigen immer mehr Stoff benötigen und dadurch ein Teufelskreislauf von übermäßigen Verschreibungen, gesundheitsgefährdendem Konsum, statistisch signifikanten Überdosen und unzähligen „Goldenen Schüssen“ entsteht. Dieser „Teufelskreislauf“ ist leider nicht die Ausnahme, sondern stellt die Regel dar.

    Diese Sachverhalte fanden 2018 in den USA einen ihrer traurigen Höhepunkte und sorgten im deutschen Politikteil und Feuilleton für die bereits erwähnte Berichterstattung, die sich einer moralisch-ethischen Wertung nicht enthalten wollte, und die zudem noch klare negative Verurteilungen für die USA und die amerikanischen Konsumenten beinhaltete.

    Doch wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen, beziehungsweise jeder sollte zunächst den Dreck vor seiner eigenen Haustür bereinigen. Kurz nach der exzessiven Berichterstattung über die amerikanische Opioid-Krise fanden sich nämlich einige Artikel in der deutschen Presse, die behaupteten, dass auch in Deutschland bereits eine ernsthafte Opioid-Krise existiere beziehungsweise im Entstehen begriffen sei. Doch kurz nach Erscheinen der Artikel herrschte Schweigen im Walde und die Opioid-Krise war in der Berichterstattung kein Thema mehr. Es fällt auf, dass kurz nach der Berichterstattung die Forderung des neuen CDU-Gesundheitsbundesministers, Dr. Jens Spahn, nach einer Widerspruchsregelung folgte. Die Widerspruchsregelung besitzt zum Inhalt, dass jeder in Deutschland lebende Mensch einer Organentnahme nach seinem Tod ausdrücklich widersprechen muss. Erfolgt der Widerspruch nicht, können jedem deutschen Toten alle gesunden Organe entnommen und zur Transplantation an bedürftige Patienten freigegeben werden. So lebensrettend dieser Vorschlag für die Organempfänger sicherlich ist, so sehr fallen doch zeitliche Nähe und der mögliche Zusammenhang auf, dass die Forderung auch im Zusammenhang mit der deutschen Opioid-Krise steht. Denn wo viel Opioide konsumiert werden, da werden viele „frische“ Lebern und Nieren benötigt.


    In den Artikeln wird behauptet, dass der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland von starken, Opioid-haltigen Schmerzmitteln beinahe so hoch wie in den USA sei. Ein besorgter deutscher Mediziner schlug Alarm und warnte vor einer „deutschen Suchtwelle“. Christopf Stein, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin an der Charité Berlin, konstatierte: „Der Pro-Kopf-Verbrauch von Opioiden in ist in Deutschland bereits erschreckend hoch und unterscheidet sich kaum noch von dem in den USA.“ Die in Deutschland gängigsten opioidhaltigen Schmerzmittel seien Tramadol und Fentanyl. Ein Problem sei dabei, dass zu große Verpackungen verschrieben würden. Eigentlich unterliegen die Opioide in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG), sodass diese eigentlich nur über ein Betäubungsmittelrezept (BtM-Rezept) erhältlich sind, aber auch hier hat der Gesetzgeber entscheidende Lücken gelassen. Weniger starke Schmerzmittel wie Tramal oder auch das mit dem Antagonisten Naloxon versehene und etwas stärkere Tilidin können mit einem „normalen“ Rezeptblock verschrieben werden. Davon wird reger Gebrauch gemacht.

    Problematisch ist nach Stein außerdem, dass die praktizierenden Ärzte nach „harmlosen“ Operationen, wie Zahn-Ops, die Patienten mit großen Packungen Opioiden nach Hause schicken, weil sie wollen, dass die Patienten zufrieden sind und nicht wegen Schmerzen nicht wieder kommen oder aus Unzufriedenheit über die Schmerzen den Arzt wechseln. Letztlich sind die deutschen Ärzt*innen daran interessiert, ihre Kundschaft, also die Patient*innen, dauerhaft an sich zu binden. Und diese Arzt-Patienten-Bindung funktioniert hervorragend, wenn der Patient immer wieder zum Arzt kommen muss, um sich neue Rezepte ausstellen zu lassen, um die Sucht nach Opioiden zu befriedigen.

    Stein sieht das Problem, dass die übriggebliebenen Schmerzmittel zu großer Opioid-Packungen zu nicht notwendigem Eigenkonsum führen oder aber, dass die Substanzen bei Freund*innen und Verwandten „landen“ und als „Freizeit-Droge“ konsumiert werden.

    Konkret kann das heißen: Es gibt Personen, die sich die Opioid-Rezepte von ihren Ärzten besorgen und diese Medikamente dann auf dem Schwarzmarkt an Süchtige (zu horrenden Preisen!) verkaufen. Vielen Opioid-Süchtigen genügt es ab einem gewissen Sucht-Level nicht mehr, die Tabletten oral zu konsumieren, da es sich bei den in Deutschland verkauften Präparaten nicht selten um Retard-Tabletten handelt, die das Suchtrisiko minimieren sollen. Um diese „Suchtbremse“ zu umgehen, hilft es, die Tabletten im Mörser zu zerstoßen und die pulverisierten Tabletten als Line zu „ziehen“. (Fentanyl-) Schmerzpflaster werden ausgekocht, um den konzentrierten Wirkstoff zu gewinnen und um es intravenös zu injizieren. Damit erreichen die Süchtigen ihr Ziel, den Suchtdruck so schnell wie möglich zu befriedigen. Zugleich steigt so die Gefahr einer Überdosis.

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