Cannabis Apps im Google Play Store werden gebannt

  • Neue Regeln bannen auch weiterhin Cannabis Apps im Google Play Store und wir schauen uns die Praxis der Internetgiganten in puncto Hanf mal genauer an.

    Vor wenigen Tagen hat Google bekannt gegeben, dass im hauseigenen Google Play Store für Apps über das Android Betriebssystem Cannabis als Angebot nicht willkommen ist. Nun ist das nichts Neues, aber die Hanf Legalisierung in USA und Kanada und überhaupt die Anwendung von Haschisch und Marihuana als Medizin ist natürlich nicht zu ignorieren und darauf hat sich auch Google bezogen. Wie also sind die neuen Regeln und wie steht es um Cannabis kaufen über Android?

    Hanf Dealer bei Google nicht willkommen!

    War ja auch nicht anders zu erwarten, aber der Datenkrake ist diese Regelung besonders wichtig. Es werden im Google Play Store keinerlei Apps geduldet, die den Handel, Verkauf und Transport von Cannabis zum Inhalt haben. Auch Assistenzen mit Hinweisen und Infos wie es etwa in den Legal States der USA läuft mit dem Hanf kaufen sind nicht gestattet. Wer solcherlei anbietet, der verstößt gegen die Geschäftsbedingungen und wird entsprechend entfernt. Produkte, die THC enthalten – dieser Hinweis ist wichtig – werden beim Android draußen gehalten, Punkt.

    Aber Hanf Apps sind doch sehr beliebt?

    Das stimmt und Google ist das nicht entgangen. Das Unternehmen steht laut eigenen Aussagen in engem Kontakt mit den Entwicklern von Apps, doch auch Tabak als Konsumprodukt darf nicht über die Angebote im Google Play Store vertrieben werden! So sind die entsprechenden Apps zwar teilweise noch vorhanden, doch wichtige Funktionen etwa zum Lieferdienst von Haschisch und Marihuana eben nicht mehr nutzbar. Hier ist eine noch engere Zusammenarbeit geplant, um Cannabis wirklich effizient als verfügbares Produkt zu bannen – offenbar dient sich Google schon mal an bei der Politik, weil man ja sonst ohne Rücksicht auf Verbraucher Daten missbraucht und sammelt.

    Kinder und Familien müssen beschützt werden

    Zwar ist uns noch kein Fall bekannt geworden, bei dem Kinder Cannabis online gekauft haben über eine Android App, dafür braucht es ja auch Kreditkarten und Co, doch Google bezieht sich bei den neuen Regeln direkt auf diese Zielgruppe. Im Hintergrund spielt hier auch eine Auseinandersetzung mit Jugendschützern in den USA eine Rolle, die ohnehin die Technologieindustrie häufig unter Druck setzen. Lustigerweise werden dann aber auch Organisationen, die die Legalisierung von Cannabis überwachen, kontrollieren und regeln gesperrt! Dieses „Shadowbanning“ ist natürlich nervig, aber im Prinzip tun das auch andere solche Daten Companies:

    • Apple hatte schon vor Jahren Cannabis Apps gebannt, diese dann aber wieder teilweise erlaubt, allerdings mit reduzierten Funktionen,
    • Facebook scannt regelmäßig alle Offerten und Social Pages im Netzwerk auf mögliche Bezüge zu Hanf,
    • Ebay verweist sogar CBD Produkte von seiner Shopping Seite, egal wie es um die Gesetzeslage im Land der Kunden steht!

    Natürlich ist diese Geschäftspolitik absurd – Cannabis Apps verbinden Erwachsene und eine entsprechende Rechtslage vor Ort, so dass die Restriktionen einfach nur Gängelei sind. Ein sicheres und schönes Umfeld für Kinder und Familien? Ist das Internet also nur ein Sandkasten nach dieser Auffassung, so ähnlich wie Deutschland für die Grünen eine Art Kindergarten darstellt?

    Wie ist die Lage beim Nutzhanf?

    Der nicht psychoaktive Industriehanf wurde in 2018 flächendeckend in den USA erlaubt. Hier hat zum Beispiel Square als recht populärer Bezahldienstleister jüngst erklärt, man teste Bezahlungen für die betreffenden Cannabis Produkte per Kreditkarte. Google ist halt ein ziemlich heuchlerisches Unternehmen – der Co-Gründer Sergey Brin wollte vergangenes Jahr an Angestellte Joints verteilen im Zuge der Cannabis Legalisierung in Kalifornien. Mal schauen, wann sich diese Firmen den Realitäten auch bei ihren Angeboten anpassen – Hanf wird überall erlaubt, ist eine hilfreiche Medizin und sollte so auch in den Sozialen Medien und in den App Stores behandelt werden.