Cannabis ist im Kampf gegen resistente Keime erfolgreich

  • MRSA-Keime werden von Cannabigerol bekämpft


    Cannabis ist eine vielseitig einsetzbare Naturarznei, auch wenn Experten einer Waren testenden Stiftung dem Einsatz als Schmerzmittel noch nicht viel abgewinnen können. Bereits seit 2008 ist bekannt, dass gewisse Inhaltsstoffe von Cannabis auch im Kampf gegen Antibiotika resistente Bakterien vielversprechende Eigenschaften besitzen könnten. Jetzt ist im Februar 2020 neuste Forschungsarbeit in Schriftform veröffentlicht worden, die die in der Vergangenheit gemachten Beobachtungen bestätigt. Cannabis ist im Kampf gegen resistente Keime erfolgreich, wendet man das daraus gewonnene Cannabigerol zusammen mit einem Antibiotika namens Polymyxin B an.



    Die Ausbreitung antimikrobieller Resistenzen stellt nach wie vor ein vorrangiges Gesundheitsproblem weltweit dar und erfordert zwingend die Erforschung alternativer Therapien. Es ist seit langem bekannt, dass Cannabis sativa antibakterielle Cannabinoide enthält, aber ihr Potenzial zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenz wurde bislang nur oberflächlich untersucht, klärt die Zusammenfassung der Studie der kanadischen McMaster Universität in ihrer Einleitung auf. In den gemachten Untersuchungen zeigte das Team der Forscher aus Ontario nun, dass Cannabinoide eine antibakterielle Aktivität gegen Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) aufweisen, dessen Fähigkeit zur Bildung von bakteriellen Biofilmen hemmen und bereits auf Oberflächen bestehende Bakterienansammlungen sowie stationäre Phasenzellen, welche gegen Antibiotika resistent sind, vernichten kann. Man erkannte diesen Effekt, da der Wirkungsmechanismus von Cannabigerol auf die zytoplasmatische Membran von grampositiven Bakterien abzielte, und die In-vivo-Wirksamkeit von Cannabigerol in einem durch MRSA verursachten systemischen Infektionsmodell mit Mäusen erfolgreich war. Man zeigte in der Untersuchung ebenfalls, dass Cannabinoide auch gegen gramnegative Organismen wirksam sind, deren äußere Membran bereits permeabilisiert ist, wobei Cannabigerol nur auf die innere Membran wirkt. Schließlich wurde festgehalten, dass das spezielle Cannabinoid CBG in Kombination mit Polymyxin B gegen multiresistente gramnegative Krankheitserreger wirksam agiert, was das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden in diesem breiten Spektrum offenbare. „Cannabigerol hat sich als hervorragende Waffe gegen krankmachende Bakterien erwiesen“, ist der an der Studie beteiligte Eric D. Brown überzeugt. Diese Ergebnisse würden aus seiner Sicht nahelegen, dass in Cannabinoiden ein echtes therapeutisches Potenzial stecke, als Antibiotika angewendet zu werden.



    Ein Problem müssten die Forscher laut Berichterstattungen aber noch lösen, bevor Cannabigerol als Helfer im Kampf gegen Antibiotika resistente Bakterien eingesetzt werden kann, da die Substanz anscheinend nicht nur die Zellen der Keime, sondern auch die der damit infizierten Mäuse angreife. Man müsse daher die Verbindung spezifischer machen, um das Risiko für Nebenwirkungen verringern zu können. Das Antibiotikum Polymyxin B spielt in diesem Fall also wohl auch eine nicht zu verachtende Rolle.




    https://hanfjournal.de/2020/02…stente-keime-erfolgreich/

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